REGIERUNGSRAT: Geht die Zuger Polizei bald auf Distanz?

Die Regierung stoppt den eigenen Sicherheitsdirektor. Er will mehr Personal. Sie hat eine ganz andere Idee.

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Ein Zuger Polizeibeamter auf Patrouille. (Symbolbild Martin Heimann/Neue ZZ)

Ein Zuger Polizeibeamter auf Patrouille. (Symbolbild Martin Heimann/Neue ZZ)

«Seit 2002 kann die polizeiliche Präsenz nicht mehr durchwegs zufrieden stellend gewährleistet werden», warnt Regierungsrat Beat Villiger in einer Sicherheitsanalyse. Die gemeindlichen Forderungen nach einer Verstärkung der allgemeinen Polizeipräsenz seien ernst zu nehmen. «Andererseits kann Entwicklungen im Kriminalitätsbereich nicht wie erforderlich entsprochen werden. Da Ermittlungen im Bereich Sexualdelikte, bei Pädophilie unter Nutzung des Internets (Chaträume) proaktiv erfolgen und nicht auf Strafanzeigen beruhen, können sie nur bei entsprechend verfügbaren freien Kapazitäten durchgeführt werden.»

Ein politischer Entscheid
Kurz: Die Zuger Polizei brauche mehr Leute. Doch der von ihm erhobene Warnfinger wird von seinen Kollegen ignoriert, wie sich nun in ihrer Antwort auf eine Motion der SVP-Fraktion zeigt. Statt der von Villiger verlangten 17,5 neuen Stellen bewilligte der Gesamtregierungsrat nur deren 7,5. «Ich muss diesen Entscheid akzeptieren. Es ist letztlich eine politische Frage, wie viel mehr Stellen die Polizei erhält», sagt Villiger.

Der Regierungsrat beurteilt die heutige Sicherheitslage im Kanton als gut. Um dieses Niveau halten zu können, seien zusätzliche Polizeistellen nötig – nicht aber im beantragten Rahmen. «Die Sicherheitslage in einem Kanton hängt nicht allein von der Grösse seines Polizeikorps ab», hält der Gesamtregierungsrat fest.

Jürg J. Aregger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Zuger Zeitung.