Regio Fussball
Rotkreuz eröffnet sein bis anhin leeres Punktekonto

In der dritten Runde der 1.-Liga-Meisterschaft gewinnt Rotkreuz gegen Muri 3:1. Genc Krasniqi schnürte einen Doppelpack.

Martin Mühlebach
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Wie hier bei einem Spiel im Mai, hatte der FC Rotkreuz Grund zum Jubeln.

Wie hier bei einem Spiel im Mai, hatte der FC Rotkreuz Grund zum Jubeln.

Archivbild: Alexandra Wey

Mit Muri und Rotkreuz trafen am Mittwoch im Nachtragsspiel der 1. Liga Classic zwei Teams aufeinander, die ihre ersten beiden Meisterschaftsspiele verloren hatten. Die Partie, die wegen einer Platzsanierung in Muri im Stadion Niedermatten in Wohlen ausgetragen wurde, kam schnell in die Gänge.

Sowohl Muri als auch Rotkreuz liessen erkennen, dass sie ihr bisher noch blankes Punktekonto eröffnen wollten. Rotkreuz erwischte den besseren Start. In der 15. Minute schoss Nahuel Allou eine flache Hereingabe von Nedim Sacirovic erfolgreich ab. Die Gäste führten 1:0. In der Folge bestimmten sie das Spielgeschehen beinahe nach Belieben.

Doch die Murianer, die sich mit gelegentlichen Kontervorstössen begnügen mussten, gelang in der 25. Minute der 1:1-Ausgleich. In der Folge entwickelte sich ein von hart geführten Zweikämpfen geprägter Schlagabtausch. Rotkreuz tauchte mit schnell und geradlinig vorgetragenen Angriffen immer wieder gefährlich vor dem gegnerischen Strafraum auf.

In der 40. Minute erlief Genc Krasniqi ein Zuspiel durch die Schnittstelle von Muris Abwehr und reüssierte. Rotkreuz führte 2:1. Und nur zwei Zeigerumdrehungen später war es erneut Krasniqi, der für seine Farben auf 3:1 erhöhte. Der Rotkreuzer Cheftrainer René Erlachner befand: «Meine Mannschaft hat in den ersten 45 Spielminuten eine reife Leistung abgeliefert. Der 3:1-Vorsprung ist verdient.»

Rotkreuz mit dem Glück des Tüchtigen

Nach dem Seitenwechsel war nun Muri mehrheitlich am Drücker. Angriff um Angriff rollte aufs Rotkreuzer Gehäuse zu. Ein Torerfolg glückte den tapfer kämpfenden Freiämtern aber nicht. Die Rotkreuzer Abwehr, die auf einen starken, reflexschnellen Torhüter zählen durfte, brachte den 3:1-Sieg mit dem Glück des Tüchtigen ins Trockene.

René Erlachner sagte nach dem Abpfiff entspannt lächelnd: «Nach dem Seitenwechsel passten wir uns dem Gegner an, statt unser Spiel aufzuziehen. Im Fussball gibt es hin und wieder dreckige Siege – einen solchen haben wir heute eingefahren.» Torhüter Ngongo betonte: «Wir hatten in der zweiten Halbzeit eine Phase des Leidens zu überstehen. Das ist egal, wir haben gewonnen und uns drei wichtige Zähler aufs bislang noch leere Punktekonto eintragen lassen.»

Während die Rotkreuzer zufrieden von dannen zogen, trauerte der Muri-Trainer Piu Nogueira Nascimento den vergebenen Torchancen nach. Statt zu lamentieren, betonte er: «Wir haben eine neu zusammengestellte Mannschaft, die noch etwas Zeit braucht, bis sie die richtigen Laufwege verinnerlicht hat. Aber wir machen laufend Fortschritte – und das lässt mich zuversichtlich nach vorne schauen.»