Zuger Springkonkurrenz erneut mit zahlreichen Topleuten

Am Donnerstag ist die Zuger Springkonkurrenz in ihrem 106. Jahr. Am fünftägigen Anlass auf dem Stadtzuger Stierenmarktareal punkten die Organisatoren auch mit Neuem.

Charly Keiser
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Gregor Bruhin (links) übernimmt das Präsidium der Zuger Springkonkurrenz von Ulrich Straub. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 29. Mai 2019)

Gregor Bruhin (links) übernimmt das Präsidium der Zuger Springkonkurrenz von Ulrich Straub. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 29. Mai 2019)

Ulrich Straub ist seit sieben Jahren Präsident des Organisationskomitees der Zuger Springkonkurrenz. Ab Donnerstag und bis am Pfingstmontag ist die Zuger Springkonkurrenz in ihrem 106. Jahr und unter seiner letzten Präsidentschaft. Denn Straub hat seine Nachfolge lanciert und kümmert sich künftig aus dem zweiten Glied um das weitere Prosperieren des bedeutendsten und grössten Pferdeanlasses der Zentralschweiz. Sein Nachfolger Gregor Bruhin amtet bereits heute als Vizepräsident der Springkonkurrenz im Organisationskomitee (OK).

Wie immer in den letzten Jahren ist rund um den Anlass Einiges neu, wobei die bewährten Sachen beibehalten werden. Der sportliche Wert der Konkurrenz ist Jahr für Jahr gestiegen und so ist am Pfingstmontag, wie schon 2018, Andy Kistler, Equipenchef der Schweizer Springreiter, in der Herti. Dies, um sich die Championatsprüfung der Schweizer Elite mit Cracks wie Martin Fuchs und Pius Schwizer anzuschauen. Einen ersten Höhepunkt bietet der Samstag mit dem Grossen Preis von Zug. Am Sonntag findet vor der erstmaligen Austragung der Zentralschweizer Meisterschaften die 42. Zuger Kantonalmeisterschaft statt.

Verflixtes siebtes Jahr

«Wir haben einen guten Lauf, ein super OK und gute Leute», begründet Straub die Stabübergabe an Bruhin und witzelt: «Und ich bin im verflixten siebten Jahr.» Gregor Bruhin sei sehr tüchtig, lobt Straub seinen Nachfolger. «Er macht einen super Job und macht nun grossartige Erfahrungen beim Esaf, weshalb ich ihn auch gebeten habe, dass er mein Amt übernimmt.» Schon als Bub sei Bruhin mit den Resultaten zwischen Turnierbüro und Festplatz hin und her gerannt, habe später Tische abgeräumt und im Service gearbeitet. «Er kennt die Springkonkurrenz von der Pike auf», sagt Straub. «Sein grosser Vorteil ist, dass er selber aus dem Pferdesport kommt, Führungserfahrung hat und die Stadt in- und auswendig kennt. Er bringt vieles mit, was es für einen OK-Präsidenten braucht.»

Erstmals werden in diesem Jahr die Prüfungen in die Restaurant-Zone live übertragen. Zudem wird die Foodmeile mit Pizzen ergänzt und ausgebaut. «Dies, um dem grossen Ansturm der letzten Jahre gerecht zu werden», wie Straub erklärt. Zahlreiche Firmen kämen am Mittag zum Essen und es seien heuer noch mehr Sonnenschirme vorhanden, die auch vor Regen schützen würden.

Taufe der Dragoner 1913

Am Samstagabend wird die Gönnervereinigung Dragoner 1913 getauft. Ziel sei es, dereinst 100 Mitglieder zu haben, die jährlich einen Beitrag von 500 Franken zahlen, sagt Straub, der das Präsidiums der Vereinigung besetzt. Doch dies sei nicht so einfach, weil Reiten nicht mit Fussball und Eishockey zu vergleichen sei, betont er. «Es geht um die finanzielle Sicherung und das Überleben der Zuger Springkonkurrenz», erklärt Straub, denn die Kosten der Springkonkurrenz betrügen mehrere hunderttausend Franken. Und dies, obwohl nebst dem OK rund 100 Freiwillige an fünf Tagen gratis arbeiten und sie zudem vom Tennisclub Zug, dem Trachtenclub und vom Reit- und Fahrverein Ägerital unterstützt würden.

«Die Zuger Springkonkurrenz ist für die Elite und den Nachwuchs exzellent», sagt Straub: «Wir können echt stolz sein. Wir nämlich haben einen super Platz, mitten in der Stadt, und sind toporganisiert. Und kein Open-Air-Reitturnier der Schweiz ist so gut besucht wie unseres.»

Die 105. Zuger Springkonkurrenz auf dem Stierenmarktareal in Zug beginnt am Donnerstag und dauert bis am Pfingstmontag. www.zugerspringkonkurrenz.ch