RELIGIÖSE SYMBOLE: Das Spital setzt ein schlichtes Zeichen

Im Baarer Neubau werden Kreuze an der Wand hängen. Auch weil ein anderes Spital mit ihnen gute Erfahrungen gemacht hat.

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Robert Bisig, CEO des Kantonsspitals Zug. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Robert Bisig, CEO des Kantonsspitals Zug. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Sie hat in den letzten Wochen für emotionalen Wirbel gesorgt: die Frage, ob in den Patientenzimmern des Kantonsspitals in Baar Kreuze platziert werden. Aufgegriffen wurde die Diskussion in der katholischen Kirchgemeinde Zug, nachdem dort eine Motion eingegangen war, die explizit Kreuze im Neubau forderte. Dafür ist allerdings nicht die Kirchgemeinde zuständig – die Entscheidung über religiöse Zeichen im Spital obliegt allein dessen Leitung. Nichtsdestotrotz schaltete sich in der Folge auch Gesundheitsdirektor Joachim Eder in die Debatte ein und äusserte seine klare Pro-Haltung für christliche Symbole im Spital.

Schlicht und aus Metall
Jetzt meldet sich Spitaldirektor Robert Bisig wieder zu Wort. Nachdem er am 18. Juni darauf hinwies, man beschäftige sich im Zuger Kantonsspital gegenwärtig mit der Platzierung eines christlichen Zeichens, gibt er nun bekannt, dass es ein «schlichtes Metallkreuz» werden wird. Die Wahl sei vor einer Woche gefallen. «Im Vorfeld des spitalinternen Entscheids, welches christliche Symbol in den neuen Patientenzimmern angebracht wird, wurde auch die Sichtweise von Betroffenen einbezogen», so Bisig. Dieser Prozess habe zum einfachen Kreuz geführt, das «in einer Referenzinstitution in der Ostschweiz sehr geschätzt wird». Der Spitaldirektor ist überzeugt: «Es passt gut in den Raum und spricht die Leute an.»

Sarah Kohler

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Zuger Zeitung.