RELIGION: Kirchen sind uneinig über Plakate-Entscheid

Im Gegensatz zu Luzern hat Zug am Dienstag entschieden, dass die Atheist­en-Plakate der Freidenker nicht zugelas­sen werden. Die Meinungen der Zuger Kirchen gehen auseinander.

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Daniel Annen (Freidenker Vereinigung der Schweiz) diskutiert mit Bauchefin der Stadt Zug Andrea Sidler Weiss über die umstrittene Kampagne. (Bild Fabienne Arnet/Neue ZZ)

Daniel Annen (Freidenker Vereinigung der Schweiz) diskutiert mit Bauchefin der Stadt Zug Andrea Sidler Weiss über die umstrittene Kampagne. (Bild Fabienne Arnet/Neue ZZ)

«Für den Zuger Stadtrat ist das Plakat schlicht zu provokativ.» So begründet die Zuger Stadträtin und Bauchefin Andrea Sidler Weiss den Entscheid, Atheisten-Plakate zu verbieten. Das Plakat sei ein «Affront» für die vielen Katholiken und Protestanten im Kanton.

Bei der Katholischen Kirche der Stadt Zug begrüsst man das Verbot. «Meines Erachtens geht es durchaus in Ordnung, wenn Plakate mit vorwiegend oder ausschliesslich provokativem Charakter auf öffentlichem Grund verboten werden», sagt Kirchenratspräsident Peter Niederberger.

Ganz anders sieht dies Monika Hirt-Behler, Kirchenratspräsidentin der Reformierten Kirche des Kantons Zug. «Ich hätte mich nicht für ein Verbot dieser Kampagne ausgesprochen.» Die Plakatkampagne der Freidenker gehöre in den Bereich der Religionsfreiheit. Hirt hätte es aber für sinnvoll erachtet, wenn der Stadtrat die Kirchen in die Entscheidungsfindung mit einbezogen hätte.

Yvonne Anliker

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Zuger Zeitung.