Remo Iten, Korporationsrat Unterägeri: «Wir denken nun etwas grösser»

Die Korporation Unterägeri will eine Heizzentrale mit Gewerbefläche für rund zehn Millionen Franken bauen.

Carmen Rogenmoser
Hören
Drucken
Teilen
So soll die Heizzentrale Rain inklusive Industrie-, Gewerbe- und Büroflächen dereinst aussehen.

So soll die Heizzentrale Rain inklusive Industrie-, Gewerbe- und Büroflächen dereinst aussehen.

Visualisierung: PD

Der Kredit für den Neubau der Heizzentrale Rain im Gebiet Zimel in Unterägeri soll möglichst rasch gesprochen werden. Deshalb findet Ende Januar eine ausserordentliche Versammlung der Korporation statt (siehe Box). Rund zehn Millionen Franken wird der Gewerbebau mit Industrie-, Gewerbe- und Büroflächen und Wohnanteilen kosten. 13 Meter hoch wird er sein, gut 39 Meter lang und 30 Meter breit. «Dass eine Heizung benötigt wird, war schon immer klar», erklärt Korporationsrat Remo Iten. «Dass eine so grosse Heizung für das ganze Gebiet gebaut werden soll, hat sich erst vor einem knappen Jahr ergeben», führt er aus.

Die Traktanden der Korporationsversammlung

Die Versammlung findet am Dienstag, 28. Januar, in der Ägerihalle statt. Behandelt werden neben dem Protokoll der letzten Sitzung, der Baukredit für die Heizzentrale Rain und ein Kauf- und Tauschvertrag mit der Anton Styger AG, sowie ein Pilotprojekt für die Besucherlenkung im Naherholungsgebiet «Allmig».

Der laufende Prozess der beiden Bebauungspläne (Zimel und KMU-Park Helgenhüsli) sowie die Bauabsichten der Baurechtsnehmer, die dringende Sanierung der Schwelli-Heizung und die Bedürfnisse der Anwohner und Bauherren hätten den Rat dazu bewogen, die Parzelle im Gebiet Rain als Standort zu wählen. Als beste Lösung wurde eine grosse zentrale Heizung an der Peripherie des Wohngebiets mit Potenzial für das ganze Zimel-Gebiet, inklusive Gewerbezone und bis zur alten Spinnerei eruiert, so Iten: «Wir denken nun etwas grösser und weiter in die Zukunft und sind überzeugt, dass wir mit dieser Lösung eine Vielzahl von Anliegen abdecken». Geplant war ursprünglich die Sanierung der bestehenden, rund 30-jährigen Heizung im Gebiet Schwelli und eine neue kleinere Heizzentrale. Die Bewohner im Gebiet wehrten sich erfolgreich dagegen. Die Schwelli-Heizung wird stillgelegt. Da die Korporation über genügend eigenes Brennholz verfügt, habe man entschieden, künftig auf die Verbrennung von Heizöl ganz zu verzichten, heisst es in der Vorlage.

Die Eile in der Angelegenheit kommt daher, weil die ersten Bauherren für das Quartier Zimel bereits in den Startlöchern sind. Sind die ersten Wohnungen vor der Heizzentrale fertig, wird gar ein Provisorium notwendig. Das entsprechende Baugesuch wurde vom Gemeinderat genehmigt. Eine Einsprache, die weitergezogen werden könnte, ist allerdings noch hängig, sagt Iten.

Platz für vier bis zwölf Gewerberäumlichkeiten

Die Planung des Neubaus hat die Strüby Holzbau AG, Seewen, übernommen, für die technische Planung wurde die Alfred Meier Haustechnik AG, Unterägeri, beauftragt. Neben der Heizzentrale im Untergeschoss gibt es Platz für eine Einstellhalle mit 22 Parkplätzen. Die Gewerberäume erstrecken sich auf zwei Etagen und sind flexibel nutzbar. Es gibt Platz für vier bis maximal zwölf Gewerbe- und Büroräumlichkeiten. Ebenfalls vorgesehen sind zwei Wohnungen im Dachgeschoss, die vermietet werden sollen.

Ein neues Heiz-Konzept für das Quartier Zimel wurde notwendig

Bei den Bauprojekten für das neue Quartier Zimel wird vorwärts gemacht. Der Korporationsrat legt den Baukredit für ein weiteres Haus vor. Auch ein Baugesuch wurde eingereicht. Zu Verzögerungen kommt es hingegen bei der geplanten Heizung.
Carmen Rogenmoser

Unterägeri: Wohnen und Arbeiten in einem Quartier

Mit dem KMU-Park Helgenhüsli soll ein lebendige, durchmischte Drehzone entstehen. Bis zu 30 Gewerbler könnten sich im neuen Quartier ansiedeln. Die Korporation hat den Bebauungsplan angenommen. Nun kommen die Stimmbürger zum Zug.
Carmen Rogenmoser

Startschuss für erstes Bauprojekt im Quartier Zimel

Die Korporation Unterägeri hat ein Bauprojekt für das neue Quartier Zimel präsentiert. Geplant ist ein Mehrfamilienhaus mit 14 Wohnungen im Stockwerkeigentum. Korporationsbürger haben dabei den Vortritt.
Carmen Rogenmoser