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RENATURIERUNG: Naturnahe Hochwassersicherung für Littibach in Baar ZG

Der Zuger Baudirektor Heinz Tännler (SVP) hat am Mittwoch mit dem Einsetzen von jungen Bachforellen den Ausbau des Littibachs in Baar symbolisch abgeschlossen. In den vergangenen 16 Monaten wurden der Hochwasserschutz verbessert sowie Ufer und Bachsohle natürlicher gestaltet.

Im Normalfall ist der aus dem zürcherischen Kappel fliessende Littibach ein harmloses Gewässer. In den vergangenen Jahren trat er jedoch mehrfach über die Ufer und richtete erheblichen Sachschaden an, wie Tännler ausführte.

Der Unterlauf des Bachs sei zwar 1976 ausgebaut und kanalisiert worden. Aber die harte und gleichförmige Verbauung zwischen dem Gebiet "Büni" und der Mündung in die Lorze habe das Überschwemmungsrisiko eher noch erhöht. Zudem sei der Abfluss damals nur für ein 10-jährliches Hochwasser dimensioniert worden.

Die nun ergriffenen Massnahmen reichten aus, um auch Hochwasser zu bewältigen, die statistisch nur alle 50 Jahre zu erwarten seien, erklärte der Baudirektor.

Laut Urs Kempf, Leiter Wasserbau beim kantonalen Tiefbauamt, wurde zur Verbesserung des Hochwasserschutzes der 1,2 Kilometer lange Abschnitt zwischen den Gebieten "Büni" und "Spitzmättli" bei der Mündung in die Lorze ausgebaut. Die Sohle wurde auf rund sieben Meter verbreitert, mit Kiesmaterial natürlich ausgestaltet, der Bachquerschnitt auf der ganzen Länge vergrössert, die Ufer stärker abgeflacht und die Abflussprofile unter den Brücken vergrössert.

Naturnähere Verhältnisse geschaffen

Mehrere Massnahmen zielten zudem darauf ab, den Bach in einen naturnäheren Zustand zu versetzen. So wurde die verbreiterte Sohle mit weiteren Naturelementen versehen. Kiesbänke und Wurzeln sorgen dafür, dass die Fische Unterstände finden und aufsteigen können.

Der Fischwanderung dienen auch lokale Massnahmen wie etwa der Ersatz des alten Wehrs bei der Sägerei "Büni" durch eine Blockrampe oder der verbesserte Fischeinstieg von der Lorze in den Littibach. Im Naturschutzgebiet "Spitzmättli" wurde zudem das bestehende Überlaufgerinne abgesenkt. Damit wird der angrenzende Auenwald häufiger mit Wasser versorgt und ökologisch aufgewertet.

Der Projektkredit von 5,2 Millionen Franken musste nicht ausgeschöpft werden. Die Rechnung werde deutlich unter der bewilligten Summe liegen, versicherte Tännler. Dazu komme, dass der Bund noch rund eine Million Franken für das Projekt überweisen werde. (sda)

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