René Hüsler: «Der Ärger ist gut nachvollziehbar»

Die Studenten des Departements Informatik der Hochschule Luzern (HSLU) am Standort Rotkreuz bemängeln, dass der Passepartout-Bereich (Tarifverbund LU, OW, NW) in Gisikon-Root endet und dafür keine Lösung in Sicht ist. Der Direktor des Departements Informatik, René Hüsler, nimmt Stellung.

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In der S1 benötigt man ein Anschlussticket nach Rotkreuz und für den Schnellzug gar ein Streckenabonnement. Im Passepartout enthalten ist der Bus ab Gisikon-Root oder derjenige ab Bahnhof Luzern. Dieser benötigt allerdings für die Strecke nach Rotkreuz um die 40 Minuten. In der Ausgabe vom 24. April kam ein Student auf dieses Problem zu sprechen.

René Hüsler, ist der Passepartout-Zonenplan ein Thema auf dem Campus?

Der Passepartout-Zonenplan und damit die Erhöhung der Kosten für den öffentlichen Verkehr war bereits vor dem Start im September 2016 ein Thema. Eine Veränderung ergibt sich nur für die bestehenden Studierenden, welche neu mehrheitlich nicht mehr in Luzern oder Horw, sondern in Rotkreuz den Unterricht besuchen müssen. Auch heute ist dies hin und wieder ein Thema, und wir befassen uns regelmässig damit.

Können Sie den Ärger der Studenten verstehen?

Der Ärger ist gut nachvollziehbar. Die Tarifsituation in der Schweiz ist sehr heterogen, und Rotkreuz liegt, wie viele andere Orte, genau an einer Tarif-/Verbundgrenze. Der Umstand, dass Rotkreuz jedoch über eine Busverbindung im Passepartout integriert ist, vereinfacht die Diskussion nicht.

Hat die HSLU versucht, eine Lösung mit den Verantwortlichen zu finden?

Wir haben das Gespräch mit SBB und Passepartout geführt und mussten leider feststellen, dass im Grundsatz in der aktuellen Lage kein Handlungsspielraum besteht. Am Ende scheiterten alle Ansätze entweder an den finanziellen Rahmenbedingungen oder an der Umsetzbarkeit in der bestehenden Situation. (mua)