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Steinhauser Rennspektakel trotzt dem Regen

Am Sonntag fand in Steinhausen das traditionelle Seifenkistenrennen, der «Grand Prix Freudenberg», statt. Pokale gabs nicht nur für die Schnellsten.
Janis Büchel
Bei dieser Schikane ist Präzision gefragt. (Bild: Christian H. Hildebrand, Steinhausen, 8. September 2019)

Bei dieser Schikane ist Präzision gefragt. (Bild: Christian H. Hildebrand, Steinhausen, 8. September 2019)

Mit quietschenden Reifen rollt die Seifenkiste «Redfire» über die Ziellinie; «39,25» erklingt die Stimme des Speakers. Trotz des Regens treten 18 Fahrer das Rennen an. Die Piloten, wie die Seifenkistenfahrer auch genannt werden, messen sich gegenseitig auf der 380 Meter langen Strecke auf der Freudenbergstrasse.

Die Startrampe. (Bild: Christian H. Hildebrand, Steinhausen, 8. September 2019)

Die Startrampe. (Bild: Christian H. Hildebrand, Steinhausen, 8. September 2019)

Gefahren wird in zwei Kategorien, Formel 1 und Formel 3, wovon nur drei mutige Piloten in der Formel 1 starten. Diese Seifenkisten werden weniger strengen Regeln unterzogen als die Formel-3-Wagen. Die Rennboliden können dadurch zum Beispiel mit Luftreifen ausgestattet werden, was sie deutlich schneller macht. Hingegen dürfen die Kisten aus der Kategorie Formel 3 nur mit den klassischen Rivella-Rädern oder Vollgummi-Rädern an den Start. Des Weiteren müssen sie vier Räder haben und es gibt strengere Vorschriften bezüglich der Steuerung. Für das kommende Jahr ist eventuell noch eine dritte Kategorie für Erwachsene vorgesehen.

Der kleine Nachteil des Cabrios: Man ist vor Regen nicht geschützt. (Bild: Christian H. Hildebrand, Steinhausen, 8. September 2019)

Der kleine Nachteil des Cabrios: Man ist vor Regen nicht geschützt. (Bild: Christian H. Hildebrand, Steinhausen, 8. September 2019)

Gute Ausrüstung ist Pflicht

Durch den Regen gestaltet sich die Rennstrecke selbst als eine Herausforderung. «Damit die Teilnehmer im unteren Teil der Strecke nicht mit zu hoher Geschwindigkeit in die Kurve sausen, wurde zur Sicherheit eine weitere Schikane platziert», erklärt Jago Irányi von der Jungwacht Steinhausen, die das Rennen organisiert. «So müssen die Fahrer noch ein zweites Mal um die Heuballen kurven, wodurch sie an Tempo verlieren.» Natürlich ist auch eine gute Ausrüstung obligatorisch für eine Teilnahme am Grand Prix Freudenberg. «Die Piloten müssen einen massiven Schutzhelm und Langarmkleider sowie feste Schuhe tragen, um sich bei einem allfälligen Unfall nicht zu verletzen», sagt Irányi.

Früh übt sich, wer ein cooler Rennfahrer sein will. (Bild: Christian H. Hildebrand, Steinhausen, 8. September 2019)

Früh übt sich, wer ein cooler Rennfahrer sein will. (Bild: Christian H. Hildebrand, Steinhausen, 8. September 2019)

Die Gewinner der jeweiligen Kategorien werden mit einem Pokal ausgezeichnet, ausserdem darf jeder Fahrer sich etwas aus dem Gabenkorb auswählen. Jede Seifenkiste unterscheidet sich von den anderen. Rennboliden wie das Pizza-Auto oder das Batmobil wurden nicht ohne Grund designt; das originellste Gefährt bekommt ebenfalls einen Pokal. Um diesen Anlass durchzuführen, ist die Jungwacht Steinhausen auf Sponsoren und Gönner angewiesen. Mit der Festbeiz im Zielraum und der «Schikanenbar» sorgten die Jungwächtler für Verpflegung.

Auch die Originalität zählt: Das Gefährt für den Pizza-Service. (Bild: Christian H. Hildebrand, Steinhausen, 8. September 2019)

Auch die Originalität zählt: Das Gefährt für den Pizza-Service. (Bild: Christian H. Hildebrand, Steinhausen, 8. September 2019)

Zum Schluss ein Korso

«Das Herunterfahren bereitet mir trotz des Regens grossen Spass», sagt Morris Studer aus Steinhausen. «Man muss aber besonders gut aufpassen und bremsen, vor allem die Schikanen sind schwer.» Der achtjährige Fahrer nahm das erste Mal am Rennen teil und bestritt die Strecke mit der Seifenkiste «Rakete», welche aussieht wie die bekannte Wasserglace. Zum Schluss fuhren nochmals alle Seifenkisten zusammen im Korso herunter und sorgten für einen gelungenen Abschluss an diesem verregneten Tag.

Die Zieleinfahrt. (Bild: Christian H. Hildebrand, Steinhausen, 8. September 2019)

Die Zieleinfahrt. (Bild: Christian H. Hildebrand, Steinhausen, 8. September 2019)

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