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Leserbrief

Rentner sollten steuertechnisch mehr Beachtung erfahren

Zur Steuerpolitik der Gemeinde Hünenberg

Den zweithöchsten Steuerfuss hat man schon im Kanton. Die eine Berggemeinde wird Hünenberg auch noch überholen, mit ihren gewaltigen Bauvorhaben. Wahlplakate versprechen viel und vom Besten nur, aber halten sie die Versprechen nach den Wahlen? Hünenberg soll rund zehn Schulklassen mehr führen im Bevölkerungsvergleich zu anderen Gemeinden. Hünenberg ist die familienfreundlich(st)e Gemeinde überhaupt, aber mutiert zur zugerischen Steuerhölle.

Beispiel: Rentnerehepaar mit AHV- und PK-Renten und eigenem Haus, Hypothek abbezahlt, Erspartes in Wertschriften, deshalb (leider) Vermögensmillionäre. Die bereits als Einkommen versteuerten zwei Millionen Vermögen kostet das Paar zwar nur rund 5700 Franken Vermögenssteuern, aber jedes Jahr und immer wieder. Zusammen mit dem Renten-, Wertschriften- und Eigenmietwerteinkommen zahlt es aber locker 12 900 Franken Staats- und Gemeindesteuern pro Jahr in Hünenberg sowie gegen 5000 Franken direkte Bundessteuer. Eine Rente wird bald nur für die Krankenkassenprämien verbraucht. Wegen des Hauses, beziehungsweise Vermögens erhalten sie nie Ergänzungsleistungen. Sie müssen Vermögen verkaufen, um die Einkommens- und Vermögenssteuern zahlen zu können ... und das Alters- oder Pflegeheim werden sie natürlich selbst bezahlen. Für diese Minderheit ist es einiges günstiger, in der Nachbargemeinde Cham (Steuerfuss 61 Prozent), in den angrenzenden Kantonen (LU, NW – geringere Vermögenssteuern wie im Kanton Zug) oder im angrenzenden Ausland (keine Vermögensbesteuerung) zu leben.

Die gewaltigen Umverteilungsmechanismen funktionieren überall und die Sozialindustrie schützt auch Minderheiten, aber vor allem sich selbst als deren Lohnempfänger, kaum Rentnerinnen und Rentner. Wegen der hohen Steuern in Hünenberg peinigt man jene Steuerzahler, die schon ihr Leben lang sehr viel Steuern bezahlen mussten. Es sind jene, die der Gemeinde ihre Upper-Class-Bauten, Bildung im Premium-Format und überbordende Sozialindustrie finanzieren.

In Hünenberg gibt es viel Frauenpower und nur noch Gemeindepräsidentinnen. Frauen dürfen oder müssen familienfreundlich sein, aber nicht nur; und sie sollen nicht nach Spitzenplätzen jagen, die der Bevölkerung schaden. Die Patriarchen sind ausgestorben, die Feministinnen freut’s. Männer sind länger erwerbstätig, zahlen viel Steuern und Sozialabgaben, sterben früher und empfangen weniger Rente. Ob gottlos oder mit Gott regierende Parteien, wehret den Anfängen. Der Anfang hat schon lange begonnen. Rentnerinnen und Rentner sind ein starkes Steuersubstrat. Sie werden aber immer mehr ausgegrenzt und geschröpft. Dem Leben können sie nicht mehr Tage geben, aber jedem Tag mehr Leben. Rentnerinnen und Rentner sind zum Glück intelligent und treffen die richtige Wahl.

Bernhard Schnopp, Hünenberg See

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