Restaurant Henry's: Unten im Zuger Hochhaus will man hoch hinaus

Das Restaurant GG6 im Stadtzuger Uptown heisst neu Henry’s. Die «alten» Betreiber wollen mit einem neuen Konzept überzeugen.

Laura Sibold
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Lara Bächi, Samy Haxhnikaj und Florian Martini (rechts) wollen im «Henry’s» mit der Zeit gehen. (Bild: Jan Pegoraro, Zug, 4. September 2019)

Lara Bächi, Samy Haxhnikaj und Florian Martini (rechts) wollen im «Henry’s» mit der Zeit gehen. (Bild: Jan Pegoraro, Zug, 4. September 2019)

Die General-Guisan-Strasse in der Stadt Zug ist nach Henri Guisan, Oberbefehlshaber der Schweizer Armee während des Zweiten Weltkrieges, benannt. Seit zwei Wochen fungiert General Guisan auch als Namensgeber für das ehemalige Restaurant GG6 im Parterre des Hochhauses Uptown neben der Bossard-Arena. Dieses war wegen Renovierungsarbeiten mehrere Wochen geschlossen und wurde am 22. August unter dem Namen Henry’s wiedereröffnet.

«Wir wollten mit der Zeit gehen und ein neues Konzept umsetzen, hinter dem wir 100 Prozent stehen können», sagt Betriebsleiterin Lara Bächi, die das «Henry’s» gemeinsam mit ihrem Stellvertreter Samy Haxhnikaj und Küchenchef Florian Martini führt.

Internationale Küche mit Besonderheiten

Das neu gestaltete Interieur des Restaurants ist geprägt von erdigen Brauntönen und viel Grün. Zwei massive Holztische der Korporation Zug konnte das Betriebsteam vom Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest übernehmen, neben dekorativen Weinkisten bilden Pflanzen ein gemütliches Ambiente.

Grün – spiegelt sich das neu auch beim Essen im beliebten EVZ-Treffpunkt wider? Ja und Nein, erklärt Lara Bächi: «Bei uns findet jeder etwas Passendes, egal ob Vegetarier, Veganer oder Fleischliebhaber.»

«Mittags bieten wir gesunde und eher leichte Kost an, zum Beispiel ausgewogene Bowls, abends ist die Auswahl etwas breiter und mehr auf Genuss ausgelegt», so Bächi. Die Küche ist international, wie ein Blick auf die Karte bestätigt: Das Angebot reicht von Burgern über Falafel, Zaziki und Hummus bis hin zu saisonalen Lachs- oder Wildkreationen. «Die Menüs können auch geteilt werden, um möglichst viel probieren zu können», bestätigt Florian Martini. Als Spezialität hebt der Küchenchef Schmorgerichte wie etwa «Boeuf à la Henry» oder «Coq au Vin» hervor. Besondereres Augenmerk lege man zudem auf die Herkunft des Fleisches. Er verwende zertifiziertes Schweizer Fleisch und arbeite mit der Bio-Metzgerei Abegg in Langnau am Albis zusammen, so Martini. «Wir haben mit dem Metzger einzigartige Rezepte für unsere Burger und Würste entwickelt. Zudem liefert uns ein hauseigener Jäger Wildschwein- und Rehfleisch – auch aus dem Knonauer Amt.» Im Rahmen der Neuausrichtung habe man auch die Preise gesenkt. Abends kostet ein Hauptgang um die 30 Franken, Mittagsmenüs rund 20 Franken.

Für besondere Anlässe wie den Stierenmarkt und natürlich auch die Spiele des EVZ gibt es im «Henry’s» wechselnde Sonderkarten. Bei EVZ-Spielen wird das Angebot aber reduziert, wie Lara Bächi ausführt: «Da sind alle 80 Sitzplätze bis auf den letzten Platz besetzt und wir müssen innert 45 Minuten alle verpflegen.» Daher setze man dann eher auf gutbürgerliche Küche und biete einfachere Gerichte wie Älplermagronen oder Burger an, die auch an einem Stand ausserhalb des Restaurants gekauft werden können. «Wir kennen unsere EVZ-Gäste und wissen, was sie mögen», betont die 27-jährige Betriebsleiterin. Aus diesem Grund sei ein Matchabend ohne das Matchbier 1862 auch nicht komplett.

Monatliche Anlässe sind geplant

Bächi führte das GG6 bereits rund sieben Jahre, gemeinsam mit der Skylounge im obersten Stock des Uptowns. Der Zusammenarbeit mache weiterhin Sinn, denn: «Viele Firmen führen in der Skylounge ein Seminar durch und buchen das Mittagessen hier unten im Restaurant.» Auch das «Henry’s» könne für Seminare, Bankette oder Partys gebucht werden, sagt die Betriebsleiterin und weist auf den langen Chef’s Table, auf dem mittig bis zu zehn Gerichte gleichzeitig platziert werden können. Geplant sind auch Anlässe, die das Restaurantteam selber organisiert. Genaueres will Lara Bächi aber noch nicht verraten. Und wie läuft der Betrieb seit der Wiedereröffnung vor zwei Wochen? Bächi und ihr Team sind zufrieden, man habe während des Schwingfests viele Gäste bedient und gute Rückmeldungen erhalten.