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RETTUNGSDIENST: Zürcher Ambulanz rettet künftig auch Zuger

Der Kanton Zug erhält künftig rettungsdienstliche Hilfe aus Zürich: Schutz & Rettung Zürich wird ab 2015 die Zuger Rettungskräfte bei der Bewältigung von Grossereignissen unterstützen. Die Zürcher nehmen künftig auch die Zuger Anrufe auf die Notrufnummer 144 entgegen.
Der Zuger Rettungsdienst wird ab 2015 von Schutz & Rettung Zürich unterstützt. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Der Zuger Rettungsdienst wird ab 2015 von Schutz & Rettung Zürich unterstützt. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Die Leistungsvereinbarung gilt für mindestens sechs Jahre, wie der Kanton Zug am Freitag mitteilte. Vor allem bei der Bewältigung von Grossereignissen - beispielsweise einer Massenkarambolage mit vielen Verletzten - bestehe im Kanton Zug noch Optimierungspotenzial.

Schutz & Rettung sei in Bezug auf technisches Equipment und Personal sehr gut aufgestellt und könne deshalb wertvolle Unterstützung leisten, begründet die Gesundheitsdirektion ihren Entscheid, mit den Zürchern zusammenzuarbeiten.

Probleme bei der Notfallversorgung

Dass die Zürcher ab 2015 auch die Notrufe aus Zug annehmen, hat seinen Grund darin, dass die Zuger Notfallversorgung bisher nicht immer optimal funktionierte.

In einem Fall aus dem Jahr 2012 rückte die Ambulanz nicht aus, obwohl der Anrufer über Herzbeschwerden klagte. Für Schlagzeilen sorgte auch ein 16-jähriges Mädchen mit Diabetes, das schliesslich von einem Nachbarn ins Spital gefahren werden musste.

Die Problemanalyse des Kantons ergab, dass es vor allem bei der Koordination zwischen der Einsatzzentrale im Luzerner Kantonsspital, Medphone, dem ärzteeigenen Callcenter für den Notfalldienst, und den diensthabenen Notfallärzten haperte.

Auch Schaffhauser und Schwyzer rufen in Zürich an

Nun lässt der Kanton Zug die Notrufe lieber von den Zürchern entgegennehmen, die 2012 am Flughafen Zürich eine neue Einsatzleitzentrale einweihten. Die Zürcher übernehmen bereits heute Anrufe aus dem Kanton Schaffhausen und dem Kanton Schwyz.

Mit der Neuorganisation erhalte der Kanton Zug Zugriff auf umfangreiche personelle und technische Ressourcen, wird Gesundheitsdirektor Urs Hürlimann in der Mitteilung zitiert. Dies sei ein Mehrwert für die Bevölkerung.

(sda)

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