RICHTPLAN: Zug schafft neue Kiesabbau-Gebiete

Dem Kanton Zug fehlen rund 5 Millionen Kubikmeter Kies, um die Selbstversorgung bis ins Jahr 2040 sicherzustellen. Die Bauverwaltung will deshalb zunächst bestehende Kiesgruben arrondieren und zwei neue Abbaugebiete im Richtplan festsetzen

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Das Kieskonzept 2008 sieht fünf Erweiterungen bei bestehenden Abbaugebieten vor. Auf diese Weise könnten rund 2,2 Millionen Kubikmeter Kies ohne übermässige Belastung von Natur und Landschaft abgebaut werden, wie die Baudirektion am Donnertag mitteilte.

Um die langfristige Versorgung sicherzustellen, schlägt die Baudirektion zwei neue Abbaugebiete in Hatwil/Hubletzen in Cham und Allmend/Schönbühlwald in Baar vor. Diese sollen als sogenanntes Zwischenergebnis in den Richtplan aufgenommen und so für den Kiesabbau reserviert werden.

In 10 bis 15 Jahren soll dann der Kantonsrat entscheiden, in welchem der beiden Gebiete tatsächlich Kies abgebaut werden soll.

Die Anpassung des kantonalen Richtplans liegt vom 17. Mai bis 15. Juli beim Amt für Raumplanung in Zug öffentlich auf.

Kein Kiesabbau in geschützter Landschaft
Abgesehen hat die Baudirektion von einem grossflächigen Abbau im Gebiet Bethlehem Süd, obwohl sich dieser Standort besser für die Kiesgewinnung geeignet hätte als die beiden vorgeschlagenen Gebiete.

Zum einen liege Bethlehem Süd in einer Landschaft von nationaler Bedeutung und unterliege dem Moränenschutz. Zudem untersage ein Vertrag zwischen einem Kiesgrubenbetreiber und den Umweltorganisationen den Abbau in diesem Gebiet, heisst es in der Mitteilung. Auch die Bundesstellen und die eidgenössischeNatur- und Heimatschutzkommission hätten dieses Abbaugebiet abgelehnt.

sda