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RIEDMATT: Kleinschulhaus Riedmatt: SVP streicht beim Quartiertreff die Segel

Dem Quartiertreff im Kleinschulhaus steht nichts mehr im Wege. Eine andere Frage wird am Dienstag im GGR auch noch gleich gelöst.
Marco Morosoli
Im Kleinschulhaus Riedmatt wird künftig auch ein Quartiertreffpunkt zu finden sein. (Bild: Stefan Kaiser (15. Januar 2018))

Im Kleinschulhaus Riedmatt wird künftig auch ein Quartiertreffpunkt zu finden sein. (Bild: Stefan Kaiser (15. Januar 2018))

Manchmal geschieht zwischen der Einreichung eines Vorstosses und dessen Behandlung gar Wunderliches. Die SVP-Fraktion hatte am 20. März 2017 eine Motion eingereicht, welche verlangte, dass das Kleinschulhaus Riedmatt 3 ausschliesslich für schulische Zwecke zu nutzen sei. Die dort beabsichtigte Schaffung eines Quartiertreffs, so schrieb für die SVP-Fraktion Jürg Messmer, sei «keine Kernaufgabe der Stadt». Etwas mehr als ein Jahr später hat der gleiche Gemeinderat zur Antwort des Stadtrates am Dienstag dies gesagt: «Der Bericht des Stadtrates ist ausführlich und sehr aufschlussreich.» Nach dem Abwägen aller vorliegenden Unterlagen folgert Messmer im Namen der SVP: «Der Antrag des Stadtrates hat uns überzeugt.» Später bricht er gleich noch eine Lanze für die Kinder: «Es schockiert uns, dass wegen Kindern, welche spielen, toben und sich bewegen, mit Reklamationen von Anwohnern bezüglich Lärmimmissionen gerechnet werden muss.»

Module zu versetzen, geht schnell ins Geld

Immerhin einen Nutzen zieht die SVP-Fraktion aus der Antwort des Stadtrates zur Motion, wie Messmer betont. Der Stadtrat habe «klar und eindeutig» dargelegt, dass «diese Modulpavillons nur mit grossen Kostenfolgen versetzt werden können». Dies entgegen der damaligen Behauptung, dass solche Module bezüglich der Weiternutzung am anderen Ort das «Non-Plus-Ultra» seien. Bei so viel Lob seitens der Motionäre geben die Nachredner ihre Voten nüchterner wieder, als sie dies vielleicht geplant hatten. «Nutzen wir die Chance, diesem Quartier einen langersehnten Wunsch und das wichtige Bedürfnis nach einem Begegnungsort zu erfüllen», sagt der CVP-Gemeinderat Benny Elsener. Für ihn ist es «unsere Aufgabe, Lebensqualität in unseren Quartieren zu schaffen». Dazu zählt Elsener «die Rahmenbedingungen für Kinder, Familien und die ältere Generationen».

Derweil streicht Tabea Zimmermann (Alternative-die Grünen) heraus: «Orte, wo sich Menschen treffen und engagieren können, sind enorm wichtig für den Zusammenhalt der Gesellschaft.» Zimmermann betont zudem den Wert solcher Quartiertreffs: «Man sieht, dass der Gesellschaftszusammenhalt nicht mehr selbstverständlich ist.» Dies sei eine Folge «der verstärkten Individualisierung und der hohen Mobilität». Rupan Sivaganesan (SP) verzichtet gar auf sein Votum. Wohl auch deshalb, weil die SVP eingelenkt hat.

Die Freude der Bildungspolitikerin

Die Stadtzuger Bildungsvorsteherin Vroni Straub zeigt sich auch erleichtert, dass im Rat bezüglich des Quartiertreffs mit einer Zunge gesprochen wird. Sie fügt dann noch an: «Es ist schön, dass der Stadtrat die Motionäre überzeugen konnte.» Staub erwähnt, dass dieses Projekt ein aktiver Beitrag sei, eine Parole hochzuhalten: «Hilfe zur Selbsthilfe.»

Marco Morosoli

marco.morosoli@zugerzeitung.ch

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