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Muri: Riesen-Monster mit 1500 Guggern

Am Samstag, 9. Februar 2019, ist es wieder soweit: Bereits zum 20. Mal kommt es im Klosterhof zu einem spannenden Wettkampf unter 40 Guggenmusiken.
Eddy Schambron
Fabian Rüegg (links) und Lino Businger freuen sich schon jetzt auf das Monster Muri, das im Klosterhof stattfinden wird. (Bild: Eddy Schambron)

Fabian Rüegg (links) und Lino Businger freuen sich schon jetzt auf das Monster Muri, das im Klosterhof stattfinden wird. (Bild: Eddy Schambron)

Die Stunden zu zählen, ist sinnlos: Fabian Rüegg und Lino Businger sind seit Oktober 2018 jeden Tag «immer irgendwie daran», das 20. Monster in Muri zu organisieren, ein Fasnachtsevent der Murianer Gängelimusig der Sonderklasse mit 40 Guggenmusiken im Wettkampf, mit 1500 Guggern auf der Marktstrasse am Riesen-Monsterkonzert. «Es wird jedes Mal ein bisschen aufwendiger», weiss Rüegg: das Einholen von Bewilligungen, die Administration, ein Sicherheitskonzept. Im Organisationskomitee arbeiten neben den beiden Co-Präsidenten 20 Leute mit, für den Anlass selber sind alle 55 Mitglieder der Guggenmusik Gängeli im Einsatz «und bis zu 400 Helferinnen und Helfer, ohne die wir das gar nicht durchführen könnten.» Diese stehen zur Verfügung, weil die Gängeli selbstverständlich anderen Vereinen bei ihren Anlässen helfen. Und weil Freunde und Bekannte der Guggenmusiker ebenfalls mit anpacken. Ein gutes Einvernehmen besteht schliesslich mit der zweiten Guggenmusik vor Ort, den bereits 50-jährigen Stiefeliryter. «Sie haben das Festzelt für die Stiefelinacht aufgebaut, wir können es jetzt ebenfalls nutzen und bauen es wieder ab». Die Kosten dafür können geteilt werden.

Obwohl das Monsterkonzert zum 20. Mal durchgeführt wird, sprechen Rüegg und Businger nicht speziell von einem Jubiläumsanlass. Aber von einem Riesending: Alle teilnehmenden Guggenmusiken spielen an den drei Wettkampforten Zelt, Klosterhof und Festsaal. Eine unabhängige Jury bewertet die musikalische Darbietung, Kostüme, Choreografie und Gesamteindruck. Angemeldet sind 40 Formationen aus der ganzen Schweiz. «Für die Freiämter Guggenmusiken ist der Anlass gesetzt, die auswärtigen mussten wir schon vor einem Jahr einladen, damit sie ihre Terminplanung entsprechend vornehmen konnten», zeigt Rüegg auf, wie die Vorbereitungen schon über ein Jahr vor den Anlass angelaufen sind.

Ein detailliertes Sicherheitskonzept

Zu einem grossen Thema ist die Sicherheit geworden: «Wir haben ein 35-seitiges Konzept erarbeitet, das auch für zukünftige Grossanlässe als Basis dienen kann», erklärt Rüegg, der die Federführung hatte. Er und Businger haben dabei auf die Unterstützung durch die Regionalpolizei, Feuerwehr und weiteren Behörden zählen können. «Zwar gab es seit der Durchführung des Monsters nie grössere Probleme, aber man muss gewappnet sein.» Jetzt ist alles festgehalten, was sicherheitsrelevant ist – von den Standorten der Feuerlöscher bis hin zu den Fluchtwegen, von den genau definierten Aufgaben des Sicherheitsdienstes bis zur Patientensammelstelle für den Fall des Falles. «Diese Arbeit war sehr aufschlussreich und umfangreich», erklärt Rüegg. Es galt an Kurvenradien für die Feuerwehrfahrzeuge genauso zu denken wie an gesicherte Zufahrten für Ambulanzen. «Im Vergleich zum letzten Monster sind die Anforderungen diesbezüglich markant gestiegen», weiss Rüegg, der, wie auch Businger, schon vor fünf Jahren zuvorderst in der Organisation stand. «Im Gegensatz zu einem alljährlich stattfindenden Anlass können wir kaum auf eine gewisse Routine zurückgreifen», stellen sie fest. Schwierig ist auch, dass in einem Abstand von fünf Jahren doch eine stattliche Anzahl Mitglieder der Guggenmusik austreten, beziehungsweise neu hinzukommen. «Für die Letzteren ist der Anlass natürlich komplett Neuland.»

Der Lohn der Arbeit kommt in einer Woche, am Samstag, 9. Februar 2019, «Punkt 8.57 Uhr», wie Rüegg lacht. Dann wird das Festgelände eröffnet. Ab 10 Uhr beginnt die Vorrunde im Guggen-Wettkampf, die Finalrunde ist um 23.23 Uhr auf der Aussenbühne. Dazwischen, um 20 Uhr, findet das Riesen-Monsterkonzert auf der Marktstrasse statt. «Da werden rund 1500 Gugger zusammen ein paar allgemein bekannte Fasnachtshits spielen». Der Eintritt ans Monsterkonzert ist kostenlos, es werden Plaketten als Festabzeichen verkauft. «Für uns ist es schön zu erleben, wie ehemalige Gugger einem auf die Schultern klopfen und in Erinnerungen an frühere Monsterkonzerte schwelgen», sagen Rüegg und Businger. «Da kommen dann alte Geschichten auf, die unvergesslich bleiben». So wird es diesen beiden und wohl allen Mitgliedern der Gängeli-Musig in ein paar Jahren selber auch ergehen.

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