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RINGEN: Kurzer Auftritt von Zemp

Der Baarer unterliegt an den Nachwuchs-Europameisterschaften in Sarajevo bereits in der ersten Runde. Eine zweite Hoffnung erfüllte sich für den 17-Jährigen nicht.
Gerhard Remus, Sarajevo
Christian Zemp (oben) kann seinen Vorteil nicht nutzen. (Bild: Remus/Ringerspiegel.ch (Sarajevo, 28. Juli 2017))

Christian Zemp (oben) kann seinen Vorteil nicht nutzen. (Bild: Remus/Ringerspiegel.ch (Sarajevo, 28. Juli 2017))

Gerhard Remus, Sarajevo

sport@zugerzeitung.ch

Diesen Gegner loste sich der Baarer Christian Zemp nicht selbst zu: Daniil Androsov aus Russland. Der Weltverband United World Wrestling testete an den Kadetten-Europameisterschaften (Nachwuchs) einen neuen Wettkampfablauf bei internationalen Meisterschaften anlässlich der europäischen Titelkämpfe der Kadetten in Sarajevo. Die Trainer losten bereits einen Tag vor dem Wettkampf für ihre Athleten. So kam es, dass es bereits bei der Abwaage feststand: Zemp, der für die Ringerriege Brunnen kämpft, trifft in der Qualifikation auf den russischen Vertreter. Eine schwere Hürde baute sich da auf, doch wer vorn mitreden will, muss bekanntlich auch solche Gegner schlagen.

Es entwickelte sich ein dramatischer Kampf in der Kategorie bis 85 kg im griechisch-römischen Stil. Zemp ging in der ersten Runde 3:2 in Führung. Eine Bodensituation nutzte er allerdings nicht, um seinen Vorsprung auszubauen. Dafür fehlte dem Schweizer die nötige Erfahrung, um seinen ersten Kampf überhaupt bei Europameisterschaften erfolgreich gestalten zu können. Eine Konzentrationsschwäche brachte dem Russen die Gelegenheit, eine hohe Wertung zu erzielen. Der resultierte Rückstand war bei der Cleverness des Osteuropäers nicht aufzuholen – Zemp verlor mit 3:8.

Jeder kann jeden schlagen

Später zerschlug sich auch die zweite Hoffnung des Baarers, der auf der Gemeindeverwaltung Walchwil die Sportlerlehre macht: Eigentlich war bei der Klasse von Androsov der Finaleinzug zu erwarten, der dem Schweizer die Hoffnungsrunde eröffnet hätte. Aber es zeigte sich, dass jeder jeden schlagen kann: Der Russe patzte im Viertelfinal gegen einen Griechen.

Christian Zemp sammelte wichtige Erfahrungen nicht nur auf der Matte, sondern auch bezüglich des Ablaufs internationaler Meisterschaften. Beides, so die Einschätzung von Experten, hätte der Schweizer Verband ihm bereits im vergangenen Jahr einräumen sollen. Das Ergebnis im laufenden Jahr wäre möglicherweise besser ausgefallen.

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