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RISCH: Das Wettbewerbsverfahren für den Neubau mit Alterswohnungen startet

Die Planung für einen Neubau mit Alterswohnungen im Zentrum schreitet voran. Allerdings soll das Gebäude an einem anderen Ort zu stehen kommen als ursprünglich vorgesehen. Damit reagiert die Gemeinde auf aktuelle Entwicklungen.
Rahel Hug
Für die Bebauung des Areals an der Buonaserstrasse im Abschnitt zwischen der Meierskappelerstrasse und der Waldeggstrasse wird ein Wettbewerb ausgeschrieben.

Für die Bebauung des Areals an der Buonaserstrasse im Abschnitt zwischen der Meierskappelerstrasse und der Waldeggstrasse wird ein Wettbewerb ausgeschrieben.

Rahel Hug

rahel.hug@zugerzeitung.ch

Das Gesicht der Buonaserstrasse im Herzen von Rotkreuz wird sich in den kommenden Jahren verändern. Wie die Einwohner- und die Bürgergemeinde, die Gemeinde Risch Immobilien AG und die Stiftung Alterszentrum Risch/Meierskappel gemeinsam mitteilen, wird für das Areal zwischen Waldegg- und Meierskappelerstrasse ein städtebauliches Wettbewerbsverfahren gestartet. Im kommenden Sommer sollen die Ergebnisse vorliegen.

Die Zukunft des Alterszentrums Dreilinden, das sich im besagten Perimeter befindet, sowie die Planung zusätzlicher Pflegeplätze und Alterswohnungen beschäftigen die Verantwortlichen bereits seit geraumer Zeit. Gemeinsam haben die Bürger- und die Einwohnergemeinde die Gemeinde Risch Immobilien AG, kurz Griag, ins Leben gerufen – eine Aktiengesellschaft, die als Trägerschaft fungieren soll. Die Gründung der Griag erfolgte Anfang 2016. Inzwischen sind umfangreiche Abklärungen getätigt worden, wie aus der aktuellen Medienmitteilung hervorgeht.

Umnutzung würde hohe Kosten auslösen

So hat ein Planungsbüro evaluiert, ob das bestehende Alterszentrum Dreilinden seinen Auftrag auch in den nächsten 30 Jahren erfüllen könne und ob weitere 48 Pflegebetten mit einem Neubau «Leben im Alter» so bereitgestellt werden könnten, dass sie zunächst für «Wohnen mit Service» und später für Pflege gebraucht werden können. Die Machbarkeitsstudie kam zum Schluss, dass in Zukunft im Zentrum Dreilinden hohe Investitionen nötig wären. Zudem zeigte sie auf, dass das Konzept der Umnutzung im geplanten Neubau beachtliche Kosten mit sich bringen würde.

Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse beauftragten die Beteiligten dasselbe Planungsbüro, verschiedene Varianten für eine Überbauung des Areals zu erarbeiten. Dabei sollte auch der mögliche, langfristige Ersatz des Zentrums Dreilinden berücksichtigt werden. Aus dieser Variantenstudie geht hervor, dass der Neubau «Leben im Alter» nicht mehr wie ursprünglich vorgesehen auf dem östlichen, ans Zentrum Dreilinden grenzenden Teil des Areals, sondern auf dem westlichen Teil realisiert werden soll. Dies soll in einer ersten Etappe geschehen. Auf einen späteren Umbau soll verzichtet werden. Hingegen ist neu die östliche Arealhälfte für einen späteren Neubau des Alters- und Pflegezentrums in einer zweiten Etappe – das heisst in zirka 15 bis 20 Jahren – vorgesehen. Danach würde das heutige Dreilinden-Areal als Reservefläche dienen.

Doch weshalb der Standortwechsel des neuen Gebäudes? Er ermögliche eine «deutlich grössere Flexibilität und neue Nutzungschancen für die Zukunft», heisst es in der Medienmitteilung. Gemeindepräsident Peter Hausherr bestätigt dies auf Anfrage und ergänzt: «Das gewählte Vorgehen bringt insbesondere Planungssicherheit, eine Aufwertung des gesamten Areals mit einer langfristig noch interessanteren Reservefläche und tiefere Vorinvestitionen.» Man habe im Projektausschuss bald erkannt, dass mit dem ersten Wurf der optimale Lösungsansatz noch nicht erreicht war. «Das Überraschende war, dass die Variantenstudie eine ganze Reihe von Vorteilen brachte. Der Effort hat sich definitiv gelohnt.»

Eine Rolle beim nun gewählten Vorgehen spielt auch die Obsan-Studie 2014, wonach bis 2020 genügend Pflegebetten im Kanton Zug bestehen. Peter Hausherr sagt: «Es kann zudem sein, dass über einen längeren Zeitraum keine zusätzlichen Pflegeplätze auf die Krankenkassenliste aufgenommen werden. Insofern hatte diese neue Entwicklung einen wesentlichen Einfluss auf das gewählte Szenario.» Die Gemeinde Risch löse sich nun aus dieser Abhängigkeit. In der Medienmitteilung werden weitere Argumente aufgezählt. So ermögliche die Positionierung des künftigen Pflegezentrum-Neubaus neben dem bestehenden Bau gute Voraussetzungen für einen späteren Umzug. Das Zentrum Dreilinden habe die Möglichkeit, sein Dienstleistungsangebot einschliesslich Pflege zweckmässig auf den Neubau «Leben im Alter» auszurichten.

Baubeginn in ungefähr vier Jahren

Für dessen Realisierung wird mit Kosten von 24 bis 30 Millionen Franken gerechnet. Nach dem Wettbewerbsverfahren wird die Bebauungsplanung beginnen. In rund zwei Jahren erfolgt die Abstimmung. Mit einem Baubeginn ist 2021/22 zu rechnen.

Die Frage eines Ersatzbaus und diejenige verschiedener Nutzungsoptionen des Zentrums Dreilinden wird der politische Prozess in den nächsten 20 Jahren beantworten, wie der Gemeindepräsident ausführt. Mit der jetzigen Planung werde die Grundlage gelegt. «Das ‹Dreilinden› hat sich in den letzten 25 Jahren von einem klassischen Altersheim in ein Pflegeheim verändert. Die Studie zeigte auf, dass sich aufgrund ohnehin notwendiger Investitionen sowie betrieblicher Vorteile ein Neubau in einer Gesamtbilanz über kurz oder lang rechnen kann.»

«Das Vorgehen bringt insbesondere Planungssicherheit.» Peter Hausherr, Gemeindepräsident (Bild: Stefan Kaiser / ZZ)

«Das Vorgehen bringt insbesondere Planungssicherheit.» Peter Hausherr, Gemeindepräsident (Bild: Stefan Kaiser / ZZ)

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