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RISCH: Die Gründung ist vorbereitet

Eine neue Aktiengesellschaft soll weitere Pflegeplätze realisieren. Nach der Vernehmlassung sind nun die Rahmenbedingungen klar. Das letzte Wort hat die Bevölkerung.
Rahel Hug
Auf dem Gebiet im Vordergrund soll als Erweiterung zum Alterszentrum Dreilinden (rechts im Bild) ein Neubau der Gemeinde Risch Immobilien AG errichtet werden. (Bild Werner Schelbert)

Auf dem Gebiet im Vordergrund soll als Erweiterung zum Alterszentrum Dreilinden (rechts im Bild) ein Neubau der Gemeinde Risch Immobilien AG errichtet werden. (Bild Werner Schelbert)

Die Gemeinde Risch wird bis ins Jahr 2030 die Zahl ihrer Pflegeplätze verdoppeln müssen. Um für diese Herausforderung gewappnet zu sein, hat der Gemeinderat eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die eine Strategie für das Wohnen im Alter erarbeitete. Diese sieht vor, dass die Einwohnergemeinde eine Führungsrolle beim Erwerb von Liegenschaften übernehmen soll. Dafür ist die Gründung einer neuen Trägerschaft, der Gemeinde Risch Immobilien AG (kurz: Griag), vorgesehen. An der Aktiengesellschaft beteiligen sich die Einwohner- und die Bürgergemeinde, die beide Eigentümer mehrerer Parzellen an der Buonaserstrasse sind. Dort nämlich soll dereinst ein Neubau mit zusätzlichen Pflegeplätzen entstehen – in unmittelbarer Nähe zum Alterszentrum Dreilinden.

Acht Eingaben

Im vergangenen Herbst hat die Bevölkerung von Risch einem Verpflichtungskredit zugestimmt, damit die Gründung der Griag vorbereitet werden kann. Diese Arbeiten sind nun weitestgehend abgeschlossen: am 24. November wird das Traktandum der Einwohner- und am 1. Dezember der Bürgergemeindeversammlung vorgelegt. Im Vorfeld konnten sich Parteien, Verbände und Privatpersonen bereits äussern – bis zum 17. August lief ein Vernehmlassungsverfahren. Geäussert haben sich unter anderem die kantonale Gesundheitsdirektion, die Stiftung Alterszentrum Risch/Meierskappel und die Rechnungsprüfungskommissionen (RPK) der beiden Gemeinden.

Insgesamt acht Eingaben sind laut dem Rischer Gemeindepräsidenten Peter Hausherr eingegangen. Dabei ging es vor allem um Transparenz, Kontrolle, Mitwirkungsmöglichkeiten und Steuerfragen. «Das Thema ist sehr komplex, umfangreich und entsprechend herausfordernd und interessant», sagt Peter Hausherr. Dass das Thema die Bevölkerung interessiere, habe die gut besuchte Infoveranstaltung vom Juni gezeigt. Die Mitwirkung habe einiges an Bewegung ausgelöst, erklärt Hausherr: «Wir haben substanzielle Änderungen vorgenommen.» So wurden etwa das Beteiligungsverhältnis und das Aktienkapital angepasst und festgelegt, dass die Generalversammlung öffentlich sein wird und die RPKs der beiden Gemeinden eine Person in die Revisionsstelle delegieren können. Weiter soll bei der Ersatzwahl von Verwaltungsratsmitgliedern ein öffentliches Mitwirkungsverfahren durchgeführt und der Aktionärsbindungsvertrag durch die Gemeindeversammlungen genehmigt werden. «Die Vernehmlassung war sehr kons-truktiv. Wir haben dazugelernt und sind nun überzeugt, eine breit abgestützte und solide Vorlage zu haben», sagt Bürgerrat Patrick Wahl. An der Griag, deren Aktienkapital 12 Millionen Franken betragen wird, beteiligen sich die Einwohnergemeinde mit 75 und die Bürgergemeinde mit 25 Prozent.

Baustart frühestens 2019

Geben nun die beiden Versammlungen grünes Licht für die Gründung der AG, soll diese bereits Anfang 2016 umgesetzt werden. In einem weiteren Schritt soll das Bebauungsplanverfahren gestartet werden. «Über den Bebauungsplan wird wiederum die Gemeindeversammlung befinden», erklärt der Gemeindepräsident. Der Baustart für den Erweiterungsbau wird frühestens im Jahr 2019 erfolgen.

Während die Vorbereitungen für die Gründung nun abgeschlossen sind, läuft das Rekrutierungsverfahren für den Verwaltungsrat auf Hochtouren. Neben Jürg Ruf als Verwaltungsratspräsident habe man bereits drei weitere Personen auswählen können, informiert Patrick Wahl, und er fügt an: «Die letzten Gespräche für das fünfte Mitglied laufen.» Gleichzeitig zur Rekrutierung läuft auch ein Reorganisationsprozess bei der Stiftung Alterszentrum Risch/Meierskappel. Die Trägerschaft des Altersheims wird bestehen bleiben und künftig mit der Griag ein Mietverhältnis eingehen.

Rahel Hug

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