RISCH: Die Rotkreuzer haben gleich mehrfach Grund zur Freude

Die Gemeinde hat die Begegnungszone Bahnhof Nord und die Weihnachts­beleuchtung eingeweiht. Nur ein Wermutstropfen bleibt.

Carina Blaser
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Der Bahnhof Nord erstrahlt in neuem Glanz: dank der neuen Platzgestaltung und der Weihnachtsbeleuchtung. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Der Bahnhof Nord erstrahlt in neuem Glanz: dank der neuen Platzgestaltung und der Weihnachtsbeleuchtung. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Bei eisiger Kälte wagen sich am Samstagabend im Schutze der Dunkelheit viele Rotkreuzer dick eingepackt aus ihren Häusern. Sie alle haben dasselbe Ziel: Die neue Begegnungszone am Bahnhof Nord soll zum ersten Mal getestet werden. Immer mehr Einwohner versammeln sich auf dem Kiesplatz zwischen der Bäckerei Hug und dem Restaurant Apart und wollen dem kleinen Fest der Gemeinde Risch beiwohnen. Gemeindepräsident Peter Hausherr begrüsst die interessierten Anwesenden.

Seit Anfang Juni 2014 wurden beim Bahnhof Nord in Rotkreuz umfangreiche Strassenbauarbeiten durchgeführt. Die Gemeinde Risch liess den Bahnhof Nord in eine Begegnungszone umgestalten. «Wir hoffen, mit diesem Projekt die Sicherheit des Schulweges für die Kinder zu erhöhen», erklärt Hausherr. Zusätzlich sollte die Erscheinung des Strassenraums an dieser zentralen Lage wesentlich freundlicher gestaltet werden. Die Bauarbeiten wurden Ende November termingemäss abgeschlossen. «Das Ergebnis entspricht unseren Vorstellungen», sagt Gemeinderat Ruedi Knüsel. Er sei mehr als zufrieden mit der Erreichung dieses Etappenziels. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt trotzdem: Der Bodenbelag konnte aufgrund der kalten Temperaturen nicht mehr vollständig fertiggestellt werden.

Gemeinde erhält einen Brunnen

Dies tut der fröhlichen Stimmung aber keinen Abbruch. Erst recht nicht, als angekündigt wird, dass nun alle zusammen eine Erleuchtung erleben würden. Die kälteresistente Rischer Bevölkerung zählt den Countdown mit. Ein Raunen geht durch die Menge, als die neue Weihnachtsbeleuchtung erstmals angezündet wird. Jemand ruft, dass das Ganze nun viel besser aussehe als am Tag.

Ein weiterer Höhepunkt an diesem Abend ist die Einweihung des neuen Brunnens beim Bahnhof Nord. Die Wassergenossenschaft Rotkreuz und Umgebung hat den Brunnen der Gemeinde im Rahmen des 100-Jahr-Jubiläums zum Geschenk gemacht. Deren Präsident Patrick Fuchs erklärt die verschiedenen Möglichkeiten, die der Brunnen bietet. Er könne als einfacher Dorfbrunnen, als Spielgerät für kleine und grosse Kinder und als Sitzgelegenheit dienen. Oder ganz einfach als Durstlöscher. Die neue Trinkgelegenheit wird bereits am Einweihungsabend getestet. Jedermann darf in den zur Verfügung gestellten Flaschen frisches Brunnenwasser mit nach Hause nehmen.

Gestaltet wurde der Brunnen vom Rotkreuzer Künstler Dani Anderhub. Mit seiner Vorführung, wie nun genau vom Brunnen aus einheimischem Gestein getrunken werden kann, erntet er einige Lacher. «Dargestellt ist eine Eisenbahnschiene, sinnbildlich für die Eisenbahnstadt Rotkreuz», erklärt Anderhub. Ausgerichtet wurden die «Schienen» in Nord-Süd-Richtung.

«Tolle Symbolik»

«Der neue Platz kann sich sehen lassen», sagt die Rotkreuzerin Katharina Ruck. «Die Symbolik ist toll, der Platz passt zum weltoffenen Rotkreuz.» Im Anschluss an den offiziellen Teil wurden die Anwesenden eingeladen zu Speis und Trank in der Bäckerei Hug und im Hotel Apart, offeriert durch die Gemeinde. Die Feierlichkeiten wurden durch Schülerinnen und Schüler der Musikschule Risch untermalt.

Mit der neuen Beleuchtung und einem Glas Glühwein in der Hand konnte so in der Begegnungszone Bahnhof Nord schon am Abend vor dem ersten Advent weihnächtliche Stimmung erlebt werden.

Carina Blaser