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RISCH: Gemeinde denkt kleiner

Das ursprüngliche Grossprojekt auf dem Areal der Binzmühle wird redimensioniert. Offenbar fand es in der Bevölkerung nicht genug Unterstützung.
Andrea Muffandrea.muff@zugerzeitung.ch
Bei der Remise wird das Dach momentan mit Stützen gesichert. Bild: PD/Gemeinde Risch

Bei der Remise wird das Dach momentan mit Stützen gesichert. Bild: PD/Gemeinde Risch

Auf dem Gelände Binzmühle war vor ein paar Monaten noch ein Millionen-Projekt geplant. Nun krebst der Gemeinderat zurück: Das Gesamtprojekt wird wesentlich verkleinert. Konkret bedeutet das, dass auf die im Juli angekündigte Urnenabstimmung am 27. November verzichtet wird. An der kommenden Gemeindeversammlung am 29. November steht somit nur noch die Sanierung der Altbauten im Fokus. Auf die Umzonungen und den Neubau verzichtet die Gemeinde.

Das Gelände, auf dem die Binzmühle mit dem Mühlegebäude, dem Haupthaus und der Remise steht, gehört grösstenteils der Gemeinde. Das historische Gehöft liegt in einem Naturschutzgebiet, rund 700 Meter westlich vom Bahnhof Rotkreuz. Ursprünglich plante der Gemeinderat ein rund 13,5 Millionen Franken teures Projekt. Dieses hatte neben der Sanierung der historischen Gebäude auch einen Neubau, in den die Stiftung Phönix hätte einziehen sollen, in Planung. Zudem wäre die bisherige Zone des öffentlichen Interesses für Bauten und Anlagen (OelB) in eine Wohnzone überführt worden. Für diese Fläche hatte die Gemeinde vorgesehen, dass ein Investor Eigentumswohnungen realisiert.

In den öffentlichen Mitwirkungsverfahren hätten die Zo­nenplanänderungen nicht die notwendige Unterstützung gefunden, schreibt die Gemeinde in der gestrigen Medienmitteilung. Bereits nach der ersten Mitwirkung entschloss sich der Gemeinderat zu einer Verkleinerung: Die Wohnzone sollte von 12 500 auf 6500 Quadratmeter redimensioniert werden. Als Nutzungsmasse sollten neu diejenigen der Wohnzone W2b mit einer maximalen Gebäudehöhe von 9,8 Meter gelten (Ausgabe vom 11. Juni 2016). Um den Neubau zu realisieren, wäre die Schaffung einer Ortsbildschutzzone nötig gewesen. Auch darauf wird nun verzichtet. «Der Neubau für Phönix wurde mehrheitlich positiv beurteilt. Anhand den Einsprachen sowie einer Besprechung mit den Umweltverbänden wurde aber ersichtlich, dass die dafür notwendige Ortsbildschutzzone fundamental bestritten würde und demnach keine einvernehmliche Lösung möglich ist», erklärt Ruedi Knüsel, Vorsteher Planung/Bau/Sicherheit. Der Stiftung habe man die Altbauten als Alternative angeboten, sagt er weiter. «Die bestehenden Gebäude können aber nicht auf die Bedürfnisse von Phönix angepasst werden. Somit kann das Projekt nicht mehr weiterverfolgt werden.» Dass die Altbauten saniert werden müssen, steht indes ausser Frage. Der Zustand der Gebäude ist laut gemeindlicher Mitteilung derart schlecht, dass «ein Aufschieben der Sanierung nicht zu verantworten ist». Knüsel fügt hinzu: «Nur mit einer Entkopplung der verschiedenen Teilprojekte kann diesem Anliegen Rechnung getragen werden.»

An der Gemeindeversammlung kommt es damit zu Abstimmungen über drei Kredite. Zum einen steht ein Zusatzkredit für die Planung der Sanierung des Haupthauses und des Mühlegebäudes von 692 000 Franken auf der Traktandenliste. Für die Sanierung der Remise wird ein Baukredit von 700 000 Franken beantragt. Damit aber die beiden Kredite zur Abstimmung kommen können, müssen die Altbaubestände vom Finanz- ins Verwaltungsvermögen überführt werden. Dieser Übertrag von 1,7 Millionen Franken ist eine rein finanztechnische Transaktion, die keinen Geldfluss auslöst.

Andrea Muff

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