RISCH-ROTKREUZ: Die Oohregrööbler und ihre Liebe zu Rio

Die Guggenmusig kann auf schöne, ereignisreiche 30 Jahre zurückschauen. Das Motto verrät einen (noch) unerfüllten Traum.

Drucken
Teilen
Mega Stimmung am Ball der Oohregrööbler. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Mega Stimmung am Ball der Oohregrööbler. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Wer am Samstagabend anlässlich der 30-Jahr-Feier der Rotkreuzer Guggenmusig Oohregrööbler die Räumlichkeiten des Dorfmattzentrums betrat, wähnte sich in Brasilien. Im grossen Saal spielten «Die duften Tüpen» aus Einsiedeln heisse Rhythmen, die Kaffeestube präsentierte sich als Amazonasdschungel, brasilianische Fussballstars vergnügten sich in der Shotbar und in der Ü-30-Bar herrschte das gleiche Feeling wie an der Copacabana.

Der Flamor-Zug der Feuerwehr Risch, der, wenn nötig, für Ruhe und Ordnung gesorgt hätte, brauchte nicht einzugreifen. Die vorwiegend prächtig kostümierten Festbesucher verhielten sich tadellos. «Dass unsere Jubiläumsveranstaltung ohne Zwischenfälle abgelaufen ist, freut mich ganz besonders», sagte Präsident Andreas «Sumi» Dönni. OK-Chef Pascal Eggenberger und seine über 70 Helfer hatten schon im Vorfeld der Veranstaltung hervorragende Arbeit geleistet.

Höhepunkt um Mitternacht
Der Andrang der Festbesucher war derart gross, dass bereits um 22.30 Uhr nur noch wenigen Personen Eintritt gewährt wurde. Den Höhepunkt des Abends bildete um Mitternacht der Auftritt der 54-köpfigen Oohregröbler, die mittels Hydraulik vom Keller auf die Bühne im grossen Saal gehievt wurden und im künstlich erzeugten Nebel schränzten was das Zeugs hielt. Bei der anschliessenden Maskenprämierung schwang die von Andrea Götschi angeführte «wilde Affenbande» obenaus. «Sie hat unser Motto ?JubilaRio? am besten umgesetzt», befand Kathrin Wyss, die Pressesprecherin der Oohregrööbler.

Wehmütiger Rückblick
Die Oohregrööbler, vor genau 30 Jahren von 15 jungen Männern in bierseliger Stunde gegründet und heute auf 54 Mitglieder angewachsen, blicken auf eine erfolgreiche Zeit mit etlichen Höhepunkten zurück. «Unvergessen ist der Galaabend anlässlich des 20-Jahr-Jubiläums im Zirkuszelt auf dem Fussballplatz, wo die Frauen im Ballkleid und die Männer im Anzug erscheinen mussten – und die Carreise nach Prag zum internationalen Guggentreffen», schwärmte Andreas «Sumi» Dönni fast ein bisschen wehmütig.

Denn rundum glücklich sei er nämlich erst, wenn sein (noch) unerfüllter Traum realisiert werden könne – ein Flug seiner Oohregrööbler zum Karneval nach Rio. Und damit liefert er auch gleich die Erklärung, warum die tolle 30-Jahr-Feier unter dem Motto «JubilaRio» stand.

Martin Mühlebach