RISCH-ROTKREUZ: Regierungsrat stellt Weichen für Deponie

Im Gebiet Stockeri in Risch soll künftig sauberes Aushubmaterial deponiert werden. Der Zuger Regierungsrat hat eine entsprechende Nutzungszone erlassen und gleichzeitig die Errichtungsbewilligung der Baudirektion eröffnet.

Drucken
Teilen
Das Gebiet Stockeri. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Das Gebiet Stockeri. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Im Gebiet Stockeri sollen auf einer rund 13 Hektaren messenden Fläche 980'000 Kubikmeter sauberes Aushubmaterial in vier Etappen abgelagert werden. Mit 30 bis 50 Prozent steht ein namhafter Anteil des Volumens für nicht standfestes Material zur Verfügung. Der Deponiebetrieb soll innert acht Jahren abgeschlossen sein. Die Flächen werden anschliessend für die landwirtschaftliche Nutzung rekultiviert und ökologisch aufgewertet.

Vom Zugersee aus kaum sichtbar
Bei der Genehmigung des kantonalen Richtplans hat der Bundesrat Auflagen zum Deponiestandort Stockeri gemacht. Er hat verlangt, dass die Einsehbarkeit vom Zugersee gering zu halten und die Einbindung des Deponiekörpers in den Landschaftsraum besonders zu beachten ist. Mit dem Projekt wird diesen Auflagen Rechnung getragen. Zur Ermittlung der Endform ist eine Variantenstudie durchgeführt worden. Die nun bewilligte Variante tritt vom Zugersee her kaum in Erscheinung. Die Einbindung des Deponiekörpers erfolgt mit sanften Übergängen zum gewachsenen Terrain. Mit der Schaffung eines Vernetzungskorridors am westlichen Deponierand kann die ökologische Vernetzung im Gebiet markant verbessert werden. Schliesslich kann der Landschaftsraum mit dem Rückbau bestehender landwirtschaftlicher Bauten entlastet werden.

Anderen Zufahrtsweg erarbeitet
Gegen die Deponie sind Einsprachen eingegangen. Die Einsprecher aus Meierskappel bemängelten die Deponiezufahrt. Der Regierungsrat ist auf diese Einsprachen eingegangen, indem er ein vom Gesuch abweichendes Zufahrtsregime erlassen hat. Die Hin- und Wegfahrten werden auf kürzestem Weg über das übergeordnete Kantons- und Gemeindestrassennetz erfolgen. Auf ein Befahren der schlecht ausgebauten Lendiswilerstrasse in Meierskappel kann somit verzichtet werden. Die Einsprecher aus Buonas und Risch sind gemäss Beschluss des Regierungsrats zur Einsprache nicht legitimiert, weshalb auf ihre Einwände nicht eingetreten wird.

Der Regierungsratsbeschluss zur Ausscheidung der kantonalen Nutzungszone liegt zusammen mit der Errichtungsbewilligung, dem Umweltverträglichkeitsbericht und seiner Beurteilung durch die kantonale Umweltfachstelle vom 10. Oktober bis zum 8. November 2008 bei der Gemeinde Risch und beim Amt für Raumplanung öffentlich auf.

scd