Riskanter Weg: Eltern behalten Kinder zu Hause

Die Kreuzung Bannstrasse ist zumutbar für Kindergärtler, findet die Gemeinde. Drei Familien protestieren. Vergeblich.

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Der gefährliche Übergang an der Kreuzung Bannstrasse,Hasenbergstrasse in Steinhausen. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Der gefährliche Übergang an der Kreuzung Bannstrasse,Hasenbergstrasse in Steinhausen. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Vorsichtig treten die beiden Mädchen auf die Strasse, schauen nach links und rechts, machen ein paar Schritte. Da braust von rechts ein Auto um die Kurve. Erschrocken weichen die beiden zurück, das Auto fährt vorbei. So geschehen Anfang Woche an der Kreuzung Bann-/Hasenberg-/Ruchlistrasse.

Diesen unübersichtlichen Knotenpunkt liegt auf dem Weg in den Kindergarten; Adrian und Barbara Lütolds fünfjähriger Sohn muss ihn täglich zweimal passieren. Dabei wohnt die Familie fast einen Kilometer weit weg an der Mattenstrasse, wo es ganz in der Nähe einen Kindergarten hätte.

Auch Kinder anderer Familien hätten den Weg vom Matten- und Eschen-Quartier bis in den Hasenberg zurücklegen sollen. Unabhängig voneinander wurden siebeim Rektorat vorstellig und protestierten; der Schulweg sei zu weit und vor allem zu gefährlich, argumentierten sie.

Die Gemeinde sieht das etwas anders. "Der Schulweg ist anspruchsvoll, aber zumutbar", schreibt Gemeindepräsidentin Barbara Hofstetter in einem Brief vom 19. Juli und beruft sich dabei auf Abklärungen. Vier der sieben betroffenen Kinder nehmen diesen Weg nun in Kauf, allerdings werden sie von ihren Eltern begleitet oder sie werden mit dem Auto chauffiert. Drei Eltern behalten ihre Kinder aber zu Hause.

Silvan Meier

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zuger Ausgabe der Zentralschweiz am Sonntag.