Roboter für die Stadt der Zukunft

Mit der Vorausscheidung für die «World Robot Olympiad» (WRO) fand am Samstag in Rotkreuz ein spannender Robotik-Wettbewerb für Kinder und Jugendliche von 8 bis 19 Jahren statt. Rund 50 junge Technikbegeisterte waren mit vollem Einsatz dabei.

Sina Engl
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Die Kinder und Jugendlichen designten und bauten einen Lego-Mindstorm-Roboter, programmieren ihn und traten damit gegeneinander an. Das Thema der diesjährigen «World Robot Olympiad»ist, «Wie sieht die Stadt der Zukunft aus?». So entwickeln die Kinder der mittleren Altersklasse zum Beispiel einen Roboter, der alte Lampen korrekt entsorgt und sie durch smarte Lampen ersetzt. (Bilder: Roger Zbinden, Rotkreuz, 11. Mai 2019)
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Die Kinder und Jugendlichen designten und bauten einen Lego-Mindstorm-Roboter, programmieren ihn und traten damit gegeneinander an. Das Thema der diesjährigen «World Robot Olympiad»ist, «Wie sieht die Stadt der Zukunft aus?». So entwickeln die Kinder der mittleren Altersklasse zum Beispiel einen Roboter, der alte Lampen korrekt entsorgt und sie durch smarte Lampen ersetzt. (Bilder: Roger Zbinden, Rotkreuz, 11. Mai 2019)

Weltweit nehmen an der «World Robot Olympiad» (WRO) rund 26000 Teams aus 65 verschiedenen Ländern teil. Die Kinder und Jugendlichen designen und bauen einen Lego-Mindstorm-Roboter, programmieren ihn und treten damit gegeneinander an. Wer an der Regionalausscheidung mit dem Mini-Roboter überzeugt, darf zum grossen Schweizer Final, am 15. Juni 2019 in Aarburg. Die drei besten Teams vertreten die Schweiz dann am internationalen Wettbewerb im ungarischen Győr. In der Schweiz wird die Olympiade vom Verein World Robot Olympiad Schweiz organisiert. Das Roberta Regio Zentrum der Pädagogischen Hochschule Zug (PH Zug) hat am Samstag in den Räumlichkeiten der Hochschule Luzern – Informatik in Rotkreuz einen der sechs Regionalwettbewerbe durchgeführt.

Wie sich zeigt, steht nebst dem Gewinnen vor allem die Freude am Lernen im Vordergrund. Die Robotik ist ein Gebiet der Informatik, das sich perfekt für Einsteiger eignet. «Die Roboter geben ein direktes Feedback. Es ist für die Kinder sehr interessant zu sehen, wie das, was sie selbst erschaffen haben, reagiert», erklärt Reto Speerli von der PH Zug am Anlass.

Ein Roboter, der alte Lampen entsorgt

Bei der WRO werden drei Altersklassen unterschieden. Elementary (8-12 Jahre), Junior (13-15 Jahre) und Senior (16-19 Jahre). Die Teams bestehen aus zwei bis drei Jungen und Mädchen und werden jeweils von einem erwachsenen Coach betreut. Seit der Veröffentlichung der Wettbewerbsaufgaben Mitte Januar konnten sich die Teams mit ihren Coaches auf die Herausforderung vorbereiten. Die Aufgaben sind bei den Vorausscheidungen weltweit identisch und auch im Final dieselben. So können die Teams versuchen, ihre bisherige Leistung zu verbessern und ihre erreichte Punktzahl zu übertreffen. Zusätzlich soll eine erst am Wettbewerbstag veröffentlichte Zusatzaufgabe gelöst werden.

Das Thema der diesjährigen WRO ist, «Wie sieht die Stadt der Zukunft aus?». Den Organisatoren ist es wichtig, dass die Aufgaben einen aktuellen Bezug haben. So entwickeln die Kinder der mittleren Altersklasse zum Beispiel einen Roboter, der alte Lampen korrekt entsorgt und sie durch smarte Lampen ersetzt. Am Wettbewerbstag musste die Maschine ohne im Voraus angefertigte Teile zusammengebaut werden. «Die grösste Herausforderung am Wettbewerb ist, dass die Spielbedingungen immer unterschiedlich und die Reaktionen der Roboter nicht immer absehbar sind», meint einer der Teilnehmer. Die Teams absolvieren mehrere Durchgänge, zwischen denen Umbau- und Verbesserungsphasen eingeplant sind. So können die Roboter und deren Programmierung nach jedem Lauf weiter perfektioniert werden. «Das Zusammenbauen der Roboter hat uns am meisten Spass gemacht», heisst es aus einem der Teams.

Alle Kinder und Jugendlichen waren mit Begeisterung dabei, haben eine grossartige Leistung erbracht und die Besucher fasziniert. Am meisten überzeugt haben in den jeweiligen Kategorien schlussendlich die Teams «Robofactory KIDS», «Pinutboter» und «Betaboter» und werden die Zentralschweiz dieses Jahr am Schweizer Final vertreten.