ROCHE: 300 neue Stellen in Rotkreuz – in einem Jahr

Roche baut seine Position als wichtiger Arbeitgeber in der Zentralschweiz aus. Das Stellenwachstum ist Teil der konzernweiten Erfolgsstory.

Drucken
Teilen
Franz Humer stellte seine letzte Bilanz als Roche-Chef vor. (Bild Keystone)

Franz Humer stellte seine letzte Bilanz als Roche-Chef vor. (Bild Keystone)

«Wir haben die Zahl der Mitarbeiter am Standort Rotkreuz in den vergangenen zwölf Monaten um rund 300 erhöht.» Dies sagte gestern auf Anfrage Per-Olof Attinger, Generaldirektor von Roche Diagnostics, Rotkreuz. Die Expansion sei einerseits auf organisches Wachstum und andererseits auf den Transfer von Stellen zurückzuführen.

Im Herbst 2006 hatte Roche bekannt gegeben, dass das Hauptquartier der Geschäftseinheit Roche Professional Diagnostics von Deutschland nach Rotkreuz verlegt und dort ausgebaut werden soll. Damals war die Rede von 140 neuen Stellen am Standort. Diese sollten etwa zur Hälfte durch Roche-Mitarbeiter aus Deutschland und durch neu angestellte Mitarbeiter besetzt werden.

Attinger zufolge arbeiten in Rotkreuz jetzt rund 1000 Personen. Die 300 neuen Stellen seien vorab in den Bereichen Software-Entwicklung und Marketing entstanden. In Rotkreuz entwickelt, produziert und vermarktet Roche komplexe Diagnostikgeräte, die weltweit in medizinischen Labors eingesetzt werden. Zudem befindet sich die Schweizer Vertriebgesellschaft von Roche Diagnostics in Rotkreuz. Im laufenden Jahr werde Roche weiter in den Standort investieren, sagte Attinger. Wie viele zusätzliche Stellen dies bedeutet, konnte er noch nicht sagen. Auch der Konzern floriert.

Roche grösser als Novartis
Seine letzte Bilanzmedienkonferenz wird Franz Humer wohl auch als seine schönste in Erinnerung behalten. Der Roche-Lenker, der an der Generalversammlung am 4. März sein Amt als Konzernchef abgibt und sich fortan auf das Verwaltungsratspräsidium konzentriert, konnte gestern ein Glanzresultat präsentieren: Der Konzernumsatz stieg um 10 Prozent auf 46,1 Milliarden Franken an. Damit konnte Roche erstmals am Basler Lokalrivalen Novartis vorbeiziehen, der 2007 einen Umsatz von umgerechnet 43,8 Milliarden Franken erzielte. Den Reingewinn steigerte Roche gar um ein Viertel auf die neue Rekordmarke von 11,4 Milliarden Franken.

Ralf Mayer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag im Wirtschaftsteil der Neuen Zuger Zeitung.