RÖTEL: An diesem Hang entstehen 33 Luxuswohnungen

Am Zuger Hang sollen in den nächsten Jahren insgesamt 33 Luxuswohnungen entstehen. Das erste Baugesuch liegt nun auf – mit über einem Jahr Verspätung.

Samantha Taylor
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Seit kurzem stehen auf dem Grundstück unterhalb der Blasenbergstrasse, wo eines der Häuser erstellt werden soll, die Bauprofile. (Bild: Maria Schmid (Zug, 4. Januar 2017))

Seit kurzem stehen auf dem Grundstück unterhalb der Blasenbergstrasse, wo eines der Häuser erstellt werden soll, die Bauprofile. (Bild: Maria Schmid (Zug, 4. Januar 2017))

Samantha Taylor

samantha.taylor@zugerzeitung.ch

Im Rötel geht es voran. Südlich und östlich des Restaurants, wo heute noch eine grüne Wiese ist, entstehen in den nächsten Jahren insgesamt 33 luxuriöse 2- bis 5-Zimmer-Eigentumswohnungen an bester Lage. Bauherren sind die Zuger Peikert Immobilien AG und die Altras Management AG aus Inwil im Kanton Luzern. Dass die beiden Grundstücke ober- und unterhalb der Blasenbergstrasse dereinst überbaut werden, ist bereits seit rund zwei Jahren bekannt. Das Siegerprojekt aus einem Wettbewerb wurde im Januar 2015 öffentlich vorgestellt. Seither ist allerdings nicht mehr viel passiert – bis jetzt.

Seit kurzem stehen nämlich die ersten Bauprofile auf dem Grundstück unterhalb der Blasenbergstrasse. Dort wird eines der Häuser erstellt. Das entsprechende Baugesuch liegt gemäss Angaben der Peikert Immobilien AG ab heute öffentlich auf. Zudem wurde auch die Nachbarschaft durch die Bauherrschaft über die Baueingabe informiert.

Projekt musste überarbeitet werden

Dass der Zeitplan der Bauherrschaft verzögert wurde – sie wollte ursprünglich bereits im Herbst 2015 die Baueingabe machen und im Frühjahr 2016 mit den Arbeiten beginnen –, hängt in erster Linie mit der Lage der Grundstücke zusammen. Denn beim Rötel handelt es sich um eine sogenannte Perle der Stadt Zug. Für diese gelten gewisse Vorschriften. So sind die beiden Grundstücke im Rötel etwa mit einer Höhenbeschränkung belegt, damit einerseits die Aussicht vom St.-Verena-Plateau und andererseits die Aussicht von der Terrasse des Restaurants Röthelberg gegen Süden erhalten bleibt. Der Rötelberg mit dem Restaurant soll zudem möglichst freigespielt werden. Wie die Bauherrschaft Auskunft gibt, wurde das Projekt von der Stadtbildkommission überprüft und musste daraufhin in diversen Punkten überarbeitet werden. So wurde zum einen die Setzung der viergeschossigen Gebäude überdacht. Gemäss einem Planungsbericht des zuständigen Architekturbüros bleibe so die gesamte Hügelkuppe um das Restaurant Röthelberg freigespielt. Neu erfolge die Erschliessung der Gebäude auf dem 3000 Quadratmeter grossen Grundstück unterhalb der Blasenbergstrasse über den Rötelweg. «Dies ergibt eine bessere Zugänglichkeit», heisst es im Bericht. Daneben wurden die Architektur und die Gebäudetypologie überarbeitet. «Neu ist auf dem Grundstück unterhalb der Blasenbergstrasse eine breite und in die Architektur integrierte Balkon-/Loggiaschicht gegen Südwesten geplant.» Damit sollen sich diese Gebäude von den Häusern oberhalb der Blasenbergstrasse unterscheiden. Ausserdem wirke die Architektur so kompakter als bisher. «Die Weiterentwicklung des Projekts wird von der Stadtbildkommission als sehr positiv gewertet», schreiben die Architekten.

Realisierung bis Anfang 2019

Seitens der Stadt oder der Stadtbildkommission war zum Projekt im Rötel keine Auskunft zu bekommen. Es handle sich um ein laufendes Verfahren, begründet Nicole Nussberger, Departementssekretärin des Baudepartements.

Die Bauherrschaft ihrerseits bereitet sich derzeit auf die weiteren Schritte vor. Dazu zählt unter anderem auch die Baueingabe für das 8700 Quadratmeter grosse Grundstück oberhalb der Blasenbergstrasse. Wann diese erfolgt und wann man mit dem Bau auf dem unteren Grundstück beginnen möchte, dazu gibt es seitens der Peikert Immobilien AG noch keine Auskünfte. Gemäss der Homepage sollen die Wohnungen bis Anfang 2019 realisiert werden. Und auch mit der Vermarktung hat man es noch nicht eilig, denn für den Verkauf sei es noch zu früh, heisst es bei der Peikert Immobilien AG. Interessenten könnten sich jedoch melden. Es werde eine Liste geführt.