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Leserbrief

Rote Ampel für Schweizer Green Card

«Es ist schon fünf nach zwölf», Ausgabe vom 9. September

Der Luzerner Regierungsrat Guido Graf will eine Swiss Green Card und sagt dazu, wir müssten die Schengen-Aussengrenze schliessen oder besser überwachen. Die bestehenden Kriege in Syrien, Libyen, Jemen, Somalia und Irak seien unter anderem auf das Versagen der internationalen Politik zurück zu führen. Und – wer in der Schweiz um Asyl nachsuche, müsse unsere Werte bedingungslos akzeptieren. So viel, so gut. Gesetze einhalten, ja. Was sind denn unsere Werte? Waffenexporte in Bürgerkriegsländer? Freihandelsabkommen mit China, das die Menschenrechte missachtet? Freihandelsabkommen mit Brasilien, wo der Regenwald für genmanipulierten Soyaanbau abgeholzt wird, Freihandelsabkommen mit Argentinien, für Fleischimporte mit laschen Tierschutzbestimmungen? Wollen wir global vernetzt sein und global handeln, dann ist es an der Zeit unsere gesellschaftliche und kulturelle Komfortzone auszubauen, Sozialleistungen für Menschen mit Migration als unumgänglich zu akzeptieren, Wirtschaftsflucht als Teil unserer Politik anzunehmen und als Zivilgesellschaft den Horizont über die Landesgrenze zu erweitern. Die Schweiz ist Teil der Zeitbeschleunigung bis ‚fünf nach zwölf’. Da braucht es keine Green Card, sondern rote Stoppsignale anderswo.

Marianne Aepli, Kantonsratskandidatin ALG, Menzingen

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