ROTKREUZ: Altgoldhändler wurde dank Zeugen ermittelt

Dank Zeugenaussagen hat die Zuger Polizei einen Mann ermittelt, der von einer 87-jährigen Frau Schmuck ergaunert hatte. Ein Zeuge war gerade mit dem Lesen eines Zeitungsartikel zum Fall beschäftigt, als im selben Moment der gesuchte Goldkäufer an der Tür klingelte.

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Nur kurze Zeit nach der Veröffentlichung des Zeugenaufrufes vom 19. März 2008 gingen bei der Zuger Polizei mehrere präzise Hinweise über die gesuchte Person ein.

Ein Zeuge war sogar gerade am Lesen eines entsprechenden Zeitungsartikels, als der gesuchte Goldkäufer an der Tür läutete. Auf den Artikel angesprochen, zeigte sich der Besucher erstaunt und zog sogleich von dannen. Der aufmerksame Zeitungsleser notierte sich das Autokennzeichen und meldete dies der Polizei.

Ermittelter sieht keinen Verstoss gegen Gesetz
So konnte der Goldkäufer wenig später ermittelt und Ende letzter Woche auf der Polizeidienststelle Rotkreuz befragt werden. Er ist soweit geständig, der 87-jährigen Frau die Halskette und die zwei Uhren für 70 Franken abgekauft zu haben. Der 55-Jährige sieht den Kauf als ein legales Geschäft an und distanziert sich von jeglichem Verstoss gegen das Gesetz. Die Zuger Polizei sieht dies allerdings anders und verzeigt den Schweizer. Er wird sich nun vor der Justiz verantworten müssen.

Der 55-Jährige hat gemäss eigenen Angaben die Uhren und die Kette bereits weiterverkauft. Das Opfer schätzt den Wert der Kette auf ein Vielfaches des erhaltenen Betrages.

scd

HINWEIS
Der Zeugenaufruf führte zu einem Missverständnis: Wie sich herausstellte, heisst der Beschuldigte nicht Mühlebach, trägt jedoch einen ähnlichen Namen. Der Beschuldigte hat nichts mit einem Aargauer Antiquitätenhändler Mühlebach zu tun, wie die Zuger Polizei mitteilt.