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ROTKREUZ: Am Teddybär-Konzert werden die Kinder zu Tigern

Der Musikverein Rotkreuz spielte am Sonntagnachmittag ein ungewöhnliches Konzert für Kinder. In der Hauptrolle: ein Bär auf Jobsuche im Zirkus.
Grosses Spektakel beim gestrigen Kinderkonzert in der Dormattturnhalle in Rotkreuz. (Bild: Werner Schelbert (Rotkreuz, 12. März 2018))

Grosses Spektakel beim gestrigen Kinderkonzert in der Dormattturnhalle in Rotkreuz. (Bild: Werner Schelbert (Rotkreuz, 12. März 2018))

In der Turnhalle von Rotkreuz hing am Sonntagnachmittag ein farbiges Tuch von der Decke. Aufgespannt, wie ein grosser Hut machte es den grünlichen Linoleumboden der Halle zu einer Zirkusmanege: Der Musikverein Rotkreuz lädt alle Kinder zum Teddybär-Konzert ein. Thema in diesem Jahr: Zirkus!

Und die Kinder sind der Einladung gefolgt. Zusammen mit ihren Eltern sassen sie ringförmig um die Manege und warteten auf Artisten, Zauberer, Bären, Tiger und Zirkusmusik. «Ungefähr zwei- bis dreihundert Leute sind es schon», schätzt Dirigent Fabio Küttel später nach der Show. Heute ist Küttel jedoch nicht nur Dirigent, heute trägt er eine grüne Livree mit funkelnden Besätzen: Ein Zirkusdirektor. «Wollen wir den Teddy rufen?», begrüsst er die Kinder. Und alle Kinder rufen.

Bär mit Ambitionen

Teddy hat ein Problem, das eigentlich nur Erwachsene haben. Er ist auf Jobsuche. Doch nur was? Seilspringen? Tanzen mit Bändern? Zaubern? Oder gar ­Tiger bändigen? Teddy versucht alles, nichts gelingt. Beim Seilspringen stellt er sich erst nicht schlecht an, dann steht er aber immer wieder aufs Seil. Das Tanzen sieht ebenfalls ganz gut aus, doch Bären sind nun einmal nicht für ihre Eleganz bekannt. Und zaubern ist mit den pelzigen Pranken auch nicht einfach. Jedes Mal entscheiden die Kinder im Chor: Nein, Teddy, das ist nichts für dich. Der Dirigent Fabio ­Küttel führt als Zirkusdirektor durchs Programm. Die Elemente, in denen Kinder sich beteiligen können, seien wichtig. «Hier muss die Musik für einmal nicht im Vordergrund stehen. Es ist gut, wenn dazwischen immer wieder ein bisschen was läuft.»

Und es läuft einiges. Denn als Teddy beschliesst, Tiger-Dompteur zu werden, braucht er dafür auch echte Tiger. Deshalb verteilt der Zirkusdirektor schnurstracks Tigermasken an die Kinder im Publikum und macht aus ihnen Raubtiere, die in der Manege auf Teddys Befehl hin durch Reifen springen. Eines der kleinen Raubtiere erzählt später, das sei das Beste gewesen.

Teddy ist schon echt verzweifelt, als er doch noch auf eine gute Idee kommt: Wieso eigentlich nicht Susafon im Orchester spielen? Das ist ein guter Job für einen Bären. Ein kleiner Junge erzählt nach der Show, er spiele selber Bariton. Nicht ganz so gross wie Teddys Instrument, doch immerhin. Genau das sei auch ein Ziel der Teddybär-Konzerte, sagt Fabio Küttel. «Durch die Konzerte beginnen sich einige Kinder vielleicht auch für Musik zu interessieren.»

Kurzweilig und interessant

Eine Dreiviertelstunde dauerte der Zirkus in der Turnhallenmanege von Rotkreuz. «Man muss darauf achten, dass die einzelnen Stücke und die ganze Show nicht zu lange dauern», weiss Fabio Küttel aus Erfahrung. Die Rechnung geht auf: Eine Mutter lobt, das Ganze sei «sehr kurzweilig gewesen, und die Kinder hatten viel Spass.» Sie und ihre Kinder kämen bereits seit vielen Jahren immer an die Teddybär-Konzerte. Und werden wohl auch im nächsten Jahr wieder dabei sein.

Lionel Hausheer

redaktion@zugerzeitung.ch

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