ROTKREUZ: Amok-Drohung: Belohnung ausgesetzt

Unbekannte haben einen Amoklauf im Oberstufen­schulhaus Rotkreuz angedroht. Die Schule wird vorerst nicht geschlossen.

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Geschockt von dem Vorfall: Rischs Gemeindepräsidentin Maria Wyss (Archiv). (Bild Ana Cruz / Neue ZZ)

Geschockt von dem Vorfall: Rischs Gemeindepräsidentin Maria Wyss (Archiv). (Bild Ana Cruz / Neue ZZ)

Der Amoklauf soll zwischen dem 7. und 30. Januar passieren. So lautet die Drohung, die Unbekannte in der Nacht von Sonntag auf Montag mit einem wasserfesten Filzstift neben die Eingangstüre des Oberstufenschulhauses hingeschrieben haben. An zwei weitere Stellen des Schulhauses kritzelten die Unbekannten die Worte «Fürchte Gott» und «Amok». Für Hinweise auf die Personen, die die Kritzeleien angebracht haben, ist eine Belohnung ausgesetzt worden.

«Mulmiges Gefühl im Bauch»
«Ich bin schon erschrocken, als man uns über den Vorfall informiert hat», berichtet Sek-Schülerin Monika Krebs. Zwar würden viele an der Oberfläche das Ganze nur als Spass deuten, so die 14-Jährige. Dennoch sei die Angst, die umgehe, spürbar. «Als gestern im Unterricht plötzlich ein Buch auf den Boden fiel und es laut knallte, erschraken einige heftig», erzählt die Schülerin. Am Dienstagnachmittag habe es bis 16 Uhr ein Ultimatum der Schulleitung gegeben – für Schüler, die freiwillig hätten zugeben können, dass sie sich mit der Amokdrohung nur einen Spass erlauben wollten, erzählt Monika Krebs weiter. «Wenn ich heute wieder in die Schule gehe, habe ich schon ein mulmiges Gefühl im Bauch.»

Konsequenzen aufzeigen
Auch Rischs Gemeindepräsidentin Maria Wyss ist geschockt von dem Vorfall im Oberstufenschulhaus. «Das ist nicht mehr einfach nur lustig – und wir hoffen, dass die Amokdrohung nicht ernst gemeint ist.» Deshalb wolle man den Schülern klar machen, dass so eine Tat Konsequenzen nach sich ziehen werde und müsse. Obwohl auch Wyss davon ausgeht, dass es sich um einen Scherz handelt – damit wie in St. Gallen die Schule geschlossen werde – sei die Angelegenheit «ganz, ganz heikel: Weil die Wahrscheinlichkeit eben doch besteht, dass der angekündigte Amok ernst gemeint ist.»

Wolfgang Holz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Zuger Zeitung.