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ROTKREUZ: Bahnhof Rotkreuz Süd: Start für einen Überbauungsplan

Der Ausbau geht in die nächste Runde: Das Gebiet rund um den Bahnhof und den Dorfplatz soll überbaut werden. Bei diesem Projekt spannen Gemeinde und SBB zusammen.
Der Bahnhof und der Dorfplatz sollen baulich weiterentwickelt werden. (Bild: Werner Schelbert (Rotkreuz, 29. März 2017))

Der Bahnhof und der Dorfplatz sollen baulich weiterentwickelt werden. (Bild: Werner Schelbert (Rotkreuz, 29. März 2017))

Carmen Rogenmoser
carmen.rogenmoser@zugerzeitung.ch

Wohnungen, Arbeitsplätze und Ausbildungsstätte: Das Gebiet rund um den Bahnhof Rotkreuz ist im Umbruch. Mit der Suurstoffi entsteht ein neues Quartier. Es wird fleissig weitergebaut, momentan unter anderem am ersten Gartenhochhaus der Zentralschweiz. Jetzt schreitet die Entwicklung auch auf der andere Seite voran. Der Gemeinderat und die SBB haben darüber informiert, dass offiziell mit der Planung des Areals südlich des Bahnhofs gestartet wird.

Das betroffene Gebiet erstreckt sich von den bestehenden Bahnhofsgebäuden über die Park- und Rail-Anlage und den Ökihof bis zu den Stellwerkgebäuden östlich des Bahnhofs. Eigentümerin des rund 2,7 Hektaren grossen Areals sind die SBB und zu einem kleinen Teil die Einwohnergemeinde, heisst es in der entsprechenden Medienmitteilung. Das bereits im Vorfeld definierte Gebiet wurde nun um den Dorfplatz, das Zentrum Dorfmatt, den Bushof und Liegenschaften ennet der Strasse ergänzt. «Rotkreuz wird durch die Bahnlinie quasi in zwei Teile zerschnitten», erklärt Bauchef Ruedi Knüsel. Mit der Weiterentwicklung aufgenommen werde die «Vision Reissverschluss» – eine Idee, die Privatpersonen bereits 2011 dem Gemeinderat vorgestellt haben. «Die Vision gab den Ausschlag, sich mit dem Potenzial des Areals südlich des Bahnhofs intensiver zu beschäftigen», sagt Knüsel.

1 Million Franken für die Planung

In einem ersten Schritt soll jetzt ein qualifiziertes städtebauliches Verfahren (QSV) durchgeführt werden. Das bedeutet, dass die städtebaulichen Grundsätze für das Richtprojekt definiert werden. Anschliessend werden aufgrund dieser Ergebnisse ein Bebauungsplan sowie die notwendige Änderung der Nutzungsplanung ausgearbeitet. Der Lead bei der Planung liegt bei der SBB. Die Gemeinde ist aber in den Prozess eingebunden. Kosten wird der Planungsprozess schätzungsweise 1 Million Franken. Die Gemeinde beteiligt sich daran mit einem Pauschalbeitrag von 80 000 Franken.
Vorgesehen ist für das Areal eine Mischnutzung von Wohnen und Arbeiten. Für die Gemeinde von Bedeutung sind Überlegungen zur Aufwertung des Dorfplatzes sowie der Bau eines behindertengerechten Bushofs. Sie hat das Recht, diesen auf einem Teil des Areals zu errichten. Ein Ziel ist es zudem, eine autoarme Überbauung zu erstellen. Auch wird geprüft, ob die bestehende Park- und Rail-Anlage in ein Parkhaus umgewandelt werden soll. Die Gemeinde habe sich eine Reihe von Dienstbarkeiten auf dem Areal gesichert, beispielsweise in Bezug auf die Erschliessung des Ökihofs und den Verzicht der SBB auf ein Fahrwegrecht durch den Sportpark.

Hochhäuser werden zum Thema

Der kantonale Richtplan bildet die Grundlage für die Arealentwicklung. Die damit vorgesehene Verdichtung könnte also auch durch ein Hochhaus erreicht werden. Momentan sind bei der Gemeinde vier Motionen gegen den Bau von Hochhäusern hängig. Ein heikles Thema also. «Fakt ist, dass die Stimmbürger bis anhin drei Hochhäuser genehmigt haben», sagt Ruedi Knüsel. Der Gemeinderat vertrete nach wie vor die Auffassung, dass Hochhäuser ein sinnvolles Mittel seien, um in gut erschlossenen Gebieten Bauland effizient zu nutzen. Im derzeitigen Zonenplan ist der Bau von Hochhäusern nicht möglich, dafür braucht es eine Zonenplanänderung. Das Studienverfahren müsse erst zeigen, welche Gebäudetypen für die Überbauung des Areals angebracht sind, heisst es in der Mitteilung.

Die Gemeinde könnte als weiterer Punkt auf dem Bahnhofareal in einem Neubau Dienstleistungsflächen von 1200 Quadratmetern erwerben. Vorerst sollen diese vermietet werden, zu einem späteren Zeitpunkt sei es denkbar, die Räume für den Eigengebrauch zu nutzen. «Damit eröffnen sich für die Gemeinde in Zukunft viele Möglichkeiten. Klar ist aber auch, dass der Kauf vom Souverän genehmigt werden muss und eine politische Debatte darüber stattfinden wird», sagt Knüsel. Die Stimmbürger können bei der Arealentwicklung sowieso mitbestimmen: «Damit sie umgesetzt werden kann, müssen eine Zonenplanänderung sowie ein Bebauungsplan genehmigt werden.» Die beiden Verfahren sehen zudem vor, dass öffentliche Mitwirkungsverfahren durchgeführt werden. Frühestens 2018 steht dann ein Entscheid der Stimmbevölkerung an. «Ein gutes Ergebnis braucht seine Zeit», ist sich Knüsel sicher.

So sieht der gemeinsame Plan der Gemeinde Risch und der SBB für den Bahnhof Rotkreuz aus. (Bild: PD)

So sieht der gemeinsame Plan der Gemeinde Risch und der SBB für den Bahnhof Rotkreuz aus. (Bild: PD)

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