ROTKREUZ: Der Hasenvater hat die Schnauze voll

Um das Kaninchengehege «Häslihof» nördlich des Rotkreuzer Bahnhofs ist ein Kleinkrieg entbrannt – der Gemeinderat gesteht Fehler ein.

Luc Müller
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Ueli Bichsel, Betreiber des Häslihofs, hat die Nase voll von Rotkreuz und wird das Dorf mit den Hasen verlassen. (Bild Stefan Kaiser)

Ueli Bichsel, Betreiber des Häslihofs, hat die Nase voll von Rotkreuz und wird das Dorf mit den Hasen verlassen. (Bild Stefan Kaiser)

Ueli Bichsel (62) hat genug von den Rotkreuzer Behörden. «Jetzt mag ich nicht mehr», erklärt er. In seiner Aussage schwingt merklich Enttäuschung mit. «Ich werde mit meinen Hasen und endgültig aus dem Dorf ziehen. Ich hätte zwar ein Alternativareal in Rotkreuz, aber dann müsste ich wegen all den Bewilligungen wieder mit den Behörden in Kontakt treten. Das mag ich nicht.» Denn er will vor allem eines: «Für meine Tiere da sein und mich darauf konzentrieren.»

Im Industriegebiet Erlen, nördlich des Rotkreuzer Bahnhofs, hat Bichsel ein Hasenparadies und damit einen Besuchermagneten geschaffen. Hier umsorgt er liebevoll rund 230 Hasen, die früher vernachlässigt wurden – der Schweizer Tierschutz lobt seine Anlage, die mit vielen Ställen und Spielmöglichkeiten bestückt ist, als vorbildlich und schweizweit einmalig. Im April 2012 ist er mit seinen Tieren hierher gezogen – zuvor war er rund 500 Meter entfernt auf der anderen Seite der Autobahn bei der Deponie Langenfeld domiziliert. Dort wurde der Humushaufen, auf dem die Tiere lebten, abgebaut. Die Gemeinde weist darauf hin, dass die Bewilligung für das Hasengehege nur provisorisch sei, denn es bestehe eine Arealbebauungsplan, den der Souverän 2004 angenommen hat. Deshalb muss die Gemeinde einen Grünpark errichten, damit sie die nötig Grünflächenziffer in der Arbeits- und Dienstleistungszone erreicht.

Luc Müller

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