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ROTKREUZ: Die Surstoffi geht in die letzte Etappe

Mit dem Bebauungsplan Suurstoffi West beginnt der letzte Abschnitt des grossen Projekts. Der Aussenraum wird dabei besonders gewichtet.
Carmen Desax
Das Quartier Suurstoffi: Der Informatik-Campus der Hochschule Luzern soll auf dem noch freien Platz vor dem roten Gebäude entstehen. Auf der gleichen Höhe wird es eine Bahnüberquerung geben. (Bild Stefan Kaiser)

Das Quartier Suurstoffi: Der Informatik-Campus der Hochschule Luzern soll auf dem noch freien Platz vor dem roten Gebäude entstehen. Auf der gleichen Höhe wird es eine Bahnüberquerung geben. (Bild Stefan Kaiser)

Carmen Desax

Ein Hochhaus, das 60 Meter hoch werden soll, und ein Gebäude, das an das Hochhaus angebunden ist, plus ein zusätzliches, 30 Meter hohes Gewerbe- und Dienstleistungsgebäude werden im westlichen Zipfel der «Suurstoffi» entstehen. Das Projekt heisst Peripteros und wurde von der Arbeitsgemeinschaft Büro Konstrukt & Manetsch Meyer dipl. Architekten ETH aus Luzern geplant. Diese haben den Wettbewerb gewonnen (wir berichteten). Bauherrin des ganzen Quartiers ist die Zug Estates AG. So viel ist also bereits bekannt. Nun liegt der Bebauungsplan Suurstoffi West für ebendieses Gebiet auf der Gemeindeverwaltung Risch öffentlich auf. Noch bis am Montag, 11. Juli, hat die Bevölkerung die Möglichkeit, sich diesen genauer anzuschauen.

Anpassung an bestehenden Plan

Mit «Langweid» besteht seit 2008 bereits ein rechtsgültiger Bebauungsplan. Ein Grossteil dieses Plans wurde in der Zwischenzeit umgesetzt. Als Hochschulstandort musste das Gebiet aber raumplanerisch neu zugeteilt werden. Mit dem Bebauungsplan Suurstoffi West kann verdichtet gebaut werden. Neu ist ausserdem, dass in einer der beiden erhaltenswerten Bauten der «alten Suurstoffi» nun auch Bildungs- und Betreuungseinrichtungen von öffentlichem Interesse zulässig sind. Für das andere dieser Gebäude ist eine Gemeinschaftsnutzung vorgesehen.

Ergänzt wird das Quartier mit dem Bebauungsplan Suurstoffi Ost, der bereits genehmigt ist. «Mit der Suurstoffi ist es uns gelungen, der Entwicklung in Rotkreuz Impulse zu verleihen und einen Teil zum ‹neuen› Gesicht der Gemeinde beizutragen», ist Kim Riese, Leiter Projektentwicklung und Bau bei der Zug Estates AG, zufrieden mit dem bisherigen Resultat.

Eine optische Verbindung

Ein wichtiger Bestandteil des Bebauungsplans ist die Freiraumgestaltung. Diese soll die beiden Teile des Quartiers optisch miteinander verbinden. «Der Aussenraum hat für Zug Estates eine grosse Bedeutung und ist integrierender Bestandteil der Arealentwicklung», erklärt Riese. Zwischen Suurstoffi Ost und Suurstoffi West sind Stadtgärten geplant. Ein Vorbild wird dabei an sogenannten Squares in London genommen. Ein Boulevard für den Langsamverkehr soll das Quartier verbinden. Er zieht sich quer durch die ganze Suurstoffi, parallel zu den Gleisen. An den jeweiligen Enden sind offene Plätze geplant. Zudem werde Wasser als gestaltendes Element in ruhigen und grosszügigen Flächen anzutreffen sein, erklärt Riese und ergänzt: «Das bestehende Freiflächenkonzept wird im Verlaufe des nächsten Jahres weiterentwickelt, sodass in der Suurstoffi schlussendlich eine Parklandschaft auf etwa fünf Hektaren öffentlich zugänglicher Fläche entstehen wird.»

Der Bebauungsplan hat auch für die Gemeinde eine besondere Bedeutung: «Es ist der letzte, wichtige Schritt, damit eine massgeschneiderte Lösung für den Informatik-Campus der Hochschule Luzern realisiert werden kann», sagt der zuständige Gemeinderat Ruedi Knüsel. Die sorgfältige Planung habe zu einem guten Resultat geführt. «Nach meiner Einschätzung nimmt die Bevölkerung die Überbauung als gutes Beispiel einer nachhaltigen Entwicklung sowie einer vorbildlichen Aussenraumgestaltung wahr», ist er überzeugt.

Bestandteil des Projekts ist auch eine Bahnüberführung. Sie soll die Unterführung «Mitte» im Bahnhof Rotkreuz entlasten. Momentan arbeiten sechs Büros an einer Lösung. «Die Anforderungen sind sehr umfangreich», sagt Knüsel. Voraussichtlich im Sommer werden die Ergebnisse von einer Jury beurteilt.

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