ROTKREUZ: Eine grüne Oase mitten im Industriegebiet

Die Bauarbeiten für den Erlenpark sind abgeschlossen. Gestern hat der Gemeinderat die rund 4000 Quadratmeter grosse Fläche für die Bevölkerung freigegeben.

Rahel Hug
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Ab sofort kann die Bevölkerung den Park in Beschlag nehmen. Im Bild (v. l.): Projektleiter Sebastian Heinrichs, Landschaftsarchitekt Stefan Köpfli und Gemeinderat Ruedi Knüsel. (Bild: Werner Schelbert (Rotkreuz, 1. Juni 2017))

Ab sofort kann die Bevölkerung den Park in Beschlag nehmen. Im Bild (v. l.): Projektleiter Sebastian Heinrichs, Landschaftsarchitekt Stefan Köpfli und Gemeinderat Ruedi Knüsel. (Bild: Werner Schelbert (Rotkreuz, 1. Juni 2017))

Wer vom Bahnhof Rotkreuz aus auf der Industriestrasse in Richtung Norden spaziert, findet sich schnell in einem eher tristen Gewerbegebiet wieder. Hier sind zahlreiche Firmen beheimatet, doch ein Plätzchen zum Verweilen suchte man bislang vergebens. Das ändert sich jetzt: Der Rischer Gemeinderat und der Gewerbeverein Risch-Rotkreuz haben gestern den Erlenpark eröffnet – eine grüne Oase auf rund 4000 Quadratmetern, zwischen Erlenring und Industriestrasse.

Die Fläche, auf der früher Autos parkierten und auf der bis im Jahr 2014 auch der Häslihof beheimatet war, wurde in den letzten Monaten umgestaltet. Bäume, Wasser, Sitzgelegenheiten sowie eine Holzplattform zum Liegen findet man hier nun vor. «In unmittelbarer Umgebung hat es viele Arbeitsplätze. Mit dem Zusammenfügen von Grünflächen der umliegenden Grundstücke entsteht ein grosszügiges Areal. Mit diesem Konzept können viele Personen von dieser schönen Umgebung profitieren», sagt der Rischer Bauchef Ruedi Knüsel.

Vorerst gibt es keinen Imbissstand

Die unbediente Poststelle, die sich seit Ende November 2014 auf dem Areal befindet, bleibt weiter bestehen. «Das Grundstück wurde deshalb gegen Osten erweitert, damit die Grösse der Parkplätze nicht verändert wird», erklärt Knüsel. Ursprünglich wurde seitens der Gemeinde auch die Idee geäussert, einen Imbissstand zu realisieren. Damit wartet man aber vorerst zu: «Die Gemeinde will ohne Imbissstand starten und die Entwicklung beobachten», so der FDP-Gemeinderat.

Den entsprechenden Verpflichtungskredit von 420 000 Franken für die Erstellung des Grünparks am Erlenring hat die Gemeindeversammlung schon 2004 genehmigt. Im Januar 2015 hat der Gemeinderat ein Studienverfahren für die Parkgestaltung durchgeführt. Das Rennen machten die Köpfli Partner Landschaftsarchitekten aus Luzern. Anschliessend führte die Gemeinde ein Mitwirkungsverfahren durch. Das Grundstück liegt in der Arbeitszone D und ist Bestandteil einer Arealbebauung. Der Arealbebauungsplan enthält die Vorgabe, dass ein «gemeinsamer, qualitativ hochstehender und ökologisch gestalteter Park» auszuscheiden sei, wie im Schlussbericht auf der Gemeindehomepage zu lesen ist. Die Erstellung des Erlenparks wurde über Perimeterbeiträge der Grundstückkäufer am Erlenring finanziert. Der Beschluss der Gemeindeversammlung von 2004 sah vor, dass der Park erstellt und durch die Gemeinde vorfinanziert wird, sobald 50 Prozent der Perimeterbeiträge eingegangen sind.

Rahel Hug

rahel.hug@zugerzeitung.ch