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ROTKREUZ: Grundsteinlegung in Rotkreuz: Hier gehts bald 60 Meter in die Höhe

Mit der Grundsteinlegung für den Hochschulcampus auf dem Suurstoffi-Areal ist ein weiterer Meilenstein erreicht. Tobias Achermann, CEO der Zug Estates, bestätigte den Einzugstermin im Herbst 2019. Der Zeitplan ist sportlich.
Rahel Hug
Versenken gemeinsam die Grundsteinkiste (von links): Tobias Achermann, René Hüsler, Christine Böckelmann, Simon Businger und Peter Hausherr. (Bild: Werner Schelbert (Rotkreuz, 22. Februar 2018))

Versenken gemeinsam die Grundsteinkiste (von links): Tobias Achermann, René Hüsler, Christine Böckelmann, Simon Businger und Peter Hausherr. (Bild: Werner Schelbert (Rotkreuz, 22. Februar 2018))

Rahel Hug

rahel.hug@zugerzeitung.ch

Hinter den Bauabschrankungen auf dem Suurstoffi-Areal klafft zurzeit ein riesiges Loch im Boden. Es ist die Baustelle für den Campus der Hochschule Luzern. Die Immobilienunternehmung Zug Estates baut hier bekanntlich für rund 185 Millionen Franken drei Gebäude mit insgesamt 26 000 Quadratmeter vermietbaren Büro- und Gewerbeflächen. Im Beisein von knapp 150 Teilnehmern feierten am Donnerstag die Zug Estates, Vertreter der Generalplaner und der Gemeinde sowie der Hochschule Luzern die Grundsteinlegung: Und zwar mitten auf der Baustelle – dort, wo bald drei Gebäude, darunter ein 60 Meter hohes Hochhaus, in den Himmel wachsen werden.

Es sei ein aussergewöhnlicher Tag für die Zug Estates, sagte CEO Tobias Achermann in seiner Ansprache. «Wir bauen hier nicht irgendein Gebäude, sondern eine Bildungsstätte.» Dass man nun hier stehe und die Grundsteinlegung feiern könne, sei nicht selbstverständlich. «Wir haben einen langen Weg hinter uns.» Achermann sprach damit die 20 Einsprachen an, die gegen das Bauprojekt eingegangen waren. «Doch wir haben gute Gespräche mit den Einsprechern führen können. Der lange Schnauf hat sich gelohnt.»

70 Prozent sind an die Hochschule vermietet

Tobias Achermann bestätigte den Einzugstermin im Herbst 2019. 70 Prozent der gesamten Fläche sind langfristig an die Hochschule Luzern vermietet. Der Mietvertrag läuft über 30 Jahre. Die zweite Etappe des Baufelds mit weiteren Gewerbeflächen wird bis Sommer 2020 fertiggestellt.

Die Hochschule Luzern – Wirtschaft wird im Herbst 2019 das Institut für Finanzdienstleistungen IFZ von Zug nach Rotkreuz verlegen. Bereits seit Herbst 2016 befindet sich die Hochschule Luzern – Informatik auf dem Suurstoffi-Areal. Sie ist zurzeit noch in unterschiedlichen Gebäuden eingemietet, dies bis zum Bezug der definitiven Räumlichkeiten in rund anderthalb Jahren. Ein Termin, auf den sich Christine Böckelmann, Direktorin der Hochschule Luzern – Wirtschaft, und René Hüsler, Direktor der Hochschule Luzern – Informatik, jetzt schon freuen. Sie unterstrichen die Potenziale in Bezug auf die inhaltliche Zusammenarbeit sowie die Synergien bei der gemeinsamen Nutzung der Infrastruktur.

Der Rischer Gemeindepräsident Peter Hausherr blickte zurück: «Die Ansiedelung der Hochschule war ein intensiver Prozess. Mit harter Arbeit haben wir das Unmögliche möglich gemacht.» Er ist überzeugt, dass die Hochschule und mit ihr die Schlüsseldisziplin Informatik bestens in das Gefüge der regionalen Firmenlandschaft und damit nach Rotkreuz passen. «Sie wird die vorhandene Innovationskraft zusätzlich anregen und wertvolle Kooperationen ermöglichen.» Simon Businger, Architekt beim Büro Konstrukt, dankte den zahlreichen Handwerkern, die zurzeit bei eisiger Kälte auf der Baustelle ihr Bestes geben und während des Anlasses im Hintergrund zu hören waren.

Besondere digitale Planungsmethode

Beim Grossprojekt neben dem Bahnhof Rotkreuz verfolgen die Verantwortlichen einen sportlichen Zeitplan. Die Bauherrin Zug Estates setzt wie bei ihren letzten Projekten auf das System von Building Information Modeling (BIM). Diese neuartige, dreidimensionale und digitale Planungsmethode hat zum Ziel, Fehlplanungen zu minimieren. Zwei der drei Gebäude werden in Holz-Hybrid-Bauweise erstellt. Alle Holzelemente werden basierend auf den 3D-Architekturplänen im Werk der Erne AG Holzbau produziert. Die Anlieferung erfolgt in Modulen im «Just-in-Time-Prinzip», was die Bauzeit vor Ort laut Achermann erheblich verkürzen wird.

Das neue Hochhaus auf dem Suurstoffi-Areal wird nach der Fertigstellung mit seinen 60 Metern das schweizweit höchste Holzgebäude sein, wie Zug Es­tates in der Medienmitteilung zur Grundsteinlegung angibt. Aktueller Rekordhalter ist das Hochhaus S22, das sich auf demselben Areal befindet.

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