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ROTKREUZ / HALLE: Mord an Rotkreuzerin in Deutschland vor Gericht

Der Mord an einer jahrelang vermissten Frau aus Rotkreuz kommt am Montag in Deutschland vor Gericht. Auf der Anklagebank in Halle sitzt ein 42-jähriger Mann – ein schon verurteilter Doppelmörder.

Der Angeklagte war 2010 wegen heimtückischen Mordes an einer Rentnerin und einem Arzt in Mansfeld im Südharz zu lebenslanger Haft mit anschliessender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Nach Überzeugung des Gerichts hatte er die 76-Jährige und den 64 Jahre alten Mediziner 2008 ermordet, um an Geld und ein Auto zu gelangen.

Die Schweizerin soll er schon ein Jahr vor dem Doppelmord im Süden des Bundeslandes Sachsen-Anhalt umgebracht haben, um eine EC-Karte zu erbeuten. Sie wurde im Juni 2007 als vermisst gemeldet. Bis die skelettierte Leiche der Frau im Februar 2011 entdeckt wurde, hatten Ermittler zwar ein Verbrechen vermutet und den 42-Jährigen im Visier - beweisen konnten sie jedoch nichts.

Der Angeklagte hatte zwischenzeitlich ausgesagt, die Frau, die er in der Schweiz kennengelernt hatte, sei bei einem Streit aus dem Auto gefallen. Es sei ein Unfall gewesen. Ihre Leiche habe er im Rhein versenkt. Bis heute bestreite er einen Mord an der Frau, sagte ein Sprecher des Landgerichts in Halle.

Der 42-Jährige sitzt seit seiner Verurteilung wegen des Doppelmordes für immer hinter Gittern. Er hatte in der Schweiz gelebt. Nach dem Doppelmord von Mansfeld war er im bernischen Walliswil in einem Restaurant festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert worden. So war er ins Visier geraten.

Erst im Winter 2011 machten Forstarbeiter in Sachsen-Anhalt die entscheidende Entdeckung. Nahe dem früheren Wohnort des Doppelmörders in Deutschland fanden sie in einem abgelegenen Waldstück die Reste eines Skeletts. Anhand von DNA-Spuren identifizierten Ermittler von Polizei und Staatsanwaltschaft die sterblichen Überreste der vermissten Frau aus der Schweiz.

sda

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