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ROTKREUZ: Mit weniger Tempo durchs Quartier

Die Waldeggstrasse ist laut den Anwohnern während Pendlerzeiten viel befahren, und es kommt zu gefährlichen Situationen. Nun haben sie eine Petition zur Einführung eines neuen Verkehrsregimes eingereicht.
Andrea Muff
Auf der Waldeggstrasse herrscht momentan Tempo 50. (Bild: Stefan Kaiser (Rotkreuz, 22. Dezember 2017))

Auf der Waldeggstrasse herrscht momentan Tempo 50. (Bild: Stefan Kaiser (Rotkreuz, 22. Dezember 2017))

Andrea Muff

andrea.muff@zugerzeitung.ch

Die Waldeggstrasse in Rotkreuz mausert sich laut den Anwohnern zu einer Umfahrungsstrasse. Rudolf Halter, der seit 17 Jahren im Lerchenfeld wohnt, hat dies dazu veranlasst, Unterschriften zu sammeln, um auf der Quartierstrasse Tempo 30 einzuführen. «Der Weg wird zunehmend als Umfahrungsstrasse genutzt, um schneller auf die Parkplätze der Park-and-ride-Anlage beim Bahnhof zu gelangen», führt er aus. Sein Vorhaben stösst auf offene Ohren – 66 Unterschriften sind direkt an ihn gelangt. «Das gute Echo hat mich überrascht, ich hätte mit ungefähr 30 Unterschriften gerechnet», meint Rudolf Halter bescheiden. Einen speziellen Ausschlag für sein Engagement habe es nicht gegeben. «Ein- bis zweimal habe ich schon selbst gefährliche Situationen beobachtet, und von weiteren habe ich gehört», erklärt der Anwohner. Oft werde schnell gefahren und vor den Fussgängerstreifen abrupt abgebremst. Denn durch die nahe Schule und das Alterszentrum seien auch viele Fussgänger im Quartier unterwegs. Auch bei der Garagenausfahrt komme es oft zu gefährlichen Situationen. «Tempo 50 ist für diese Strasse einfach zu schnell», stellt Halter fest.

Dass es vor allem zu Pendlerzeiten zu mehr Verkehr kommt, ist Rudolf Halter nicht entgangen. «Ich habe natürlich keine Zahlen, aber mein Gefühl sagt mir, es hat definitiv mehr Verkehr. Dies bestätigt auch die Nachbarschaft», sagt er und erwähnt Kolonnen, die sich bei Feierabend oft durch das Quartier ziehen. «Es ist ein kleiner Hotspot. Aber mit der Einführung einer Tempo-30-Zone sind wir für die Zukunft bestens gerüstet», so der Initiant. Für die vielen Unterschriften habe er nicht mal von Tür zu Tür gehen müssen. «Ich habe einfach ein Flugblatt gemacht, wo man unterschreiben konnte. Dieses habe ich in die Briefkästen geworfen», erklärt Halter sein Vorgehen.

Und die Rückmeldungen seien zahlreich und schnell gekommen, wofür er sehr dankbar sei. Vor kurzem hat Rudolf Halter das Anliegen und die Petition bei der Gemeinde deponiert.

Verkehrsgutachten wird nun erstellt

Dort ist Rudolf Halter ebenfalls auf offene Ohren gestossen. Zwar sei die Waldeggstrasse glücklicherweise kein Hotspot in der Unfallstatistik, weiss Bauchef Ruedi Knüsel (FDP). Bei den vielen Unterstützern einer Tempo-30-Zone steht für die Gemeinde fest: «In einem solchen Fall wird zuerst ein Verkehrsgutachten erstellt», erklärt Knüsel das weitere, bewährte Vorgehen. Auf dieser Grundlage werde dann eine Entscheidung getroffen, und die notwendigen Massnahmen würden abgeleitet. Der Bauchef fügt hinzu: «Im vorliegenden Fall muss zusätzlich noch berücksichtigt werden, dass viele Schulkinder täglich mehrfach diese Strasse auf ihrem Weg zum Schulareal überqueren müssen.»

Rudolf Halter freut sich über diese Entwicklung und sagt abschliessend: «Eine Tempo-30-Zone würde mehr Sicherheit, Ruhe und eine Entschleunigung bedeuten.»

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