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ROTKREUZ: Noch fehlt das Campus-Gefühl in der Suurstoffi

Seit rund einem Monat gehen in der Suurstoffi die Informatik-Studenten ein und aus. Die meisten fühlen sich wohl im neuen Departement – doch es gibt auch Kritik.
Rahel Hug
Volle Konzentration: Eine Szene aus dem Unterricht im neuen Departement Informatik.Bild: Werner Schelbert (Rotkreuz, 21. Oktober 2016)

Volle Konzentration: Eine Szene aus dem Unterricht im neuen Departement Informatik.Bild: Werner Schelbert (Rotkreuz, 21. Oktober 2016)

Ein Hochschulcampus im Ennetsee? Rotkreuz als Studentenstadt? Was vor nicht allzu langer Zeit noch Zukunftsmusik und für viele nicht so recht vorstellbar war, ist inzwischen – zumindest teilweise – Realität. Zwar dauert es noch, bis der Neubau für das Departement Informatik der Hochschule Luzern und das Institut für Finanzdienstleistungen Zug stehen wird. Die Studenten jedoch sind schon hier. Am 19. September wurde das Departement Informatik an den Standorten Suurstoffi 12 und 41, die als Übergangslösung dienen, eröffnet.

Wie fühlen sich die angehenden Informatiker nach dem ersten Monat in Rotkreuz? Eine nicht repräsentative Umfrage unter 52 von insgesamt 516 Studierenden von Diego Bienz, Präsident des Vereins Stair (Student Association Informatics Rotkreuz), zeigt, dass sich rund 80 Prozent wohl fühlen und sich am neuen Standort eingelebt haben. «Natürlich ist die Umstellung nicht spurlos an jedem vorbeigegangen», sagt Bienz. «Nicht alles hat von Anfang an reibungslos geklappt, und einige Gewohnheiten mussten abgelegt werden.» Zwei Studiengänge verschiedener Departemente zusammenzuführen, sei auch keine einfache Aufgabe. «Daher kann man sagen, dass der Wechsel ein Erfolg war», hält der Informatikstudent fest. Am besten gefallen den Studierenden die Räumlichkeiten. «Die Gebäude sind mit moderner Technik ausgestattet, und die Aussenbereiche sind schön gestaltet», sagt Bienz.

Auswirkungen auf Mobilität und Kosten

Doch es gibt auch negative Punkte. Erwartungsgemäss fehlt es bislang an einem «echten Campus-Leben». «Es herrscht keine richtige Atmosphäre im Suurstoffi-Areal, da es mehr wie ein Wohnquartier wirkt.» Als weitere Problematik nennt Diego Bienz den Standort selbst. «Da viele Studenten von den ehemaligen Departementen in Luzern oder Horw kommen, ist die Umstellung ein grosser Schritt, der sich auf die Mobilität und die Kosten auswirkt.» Zudem habe es einige Kleinigkeiten gegeben, die nicht von Anfang an korrekt funktioniert hätten. «Mittelmässig» bewerten die Informatiker von morgen die Erreichbarkeit. «Für mehr als die Hälfte der Teilnehmer könnten die Verbindungen besser ausfallen», legt Bienz dar.

Dass noch «gewisse Kinderkrankheiten» im Bereich der Infrastruktur bestehen, dessen ist sich René Hüsler bewusst. So seien etwa die Belegungen der Räumlichkeiten noch nicht vollständig bezeichnet. «Im grossen Ganzen jedoch funktioniert die Infrastruktur», sagt der Direktor des neuen Departements. Er selber blickt mit Zufriedenheit auf den ersten Monat. «Es gefällt mir sehr, dass ich nun alle Mitarbeitenden in direkter Nähe habe», sagt er. Der Unterricht sei planmässig gestartet, und die Studierenden würden die neue Infrastruktur schätzen, ergänzt Hüsler. Auch nehme der Kontakt mit Unternehmungen aus Rotkreuz konstant zu. «Wir kriegen vermehrt Anfragen für die Präsentation unserer Aktivitäten.»

Die Rückmeldungen, die Gemeindepräsident Peter Hausherr erhält, gehen «in Richtung positiv und inspirierend, bis hin zu einer gewissen Skepsis in Bezug auf die Verkehrsfrage», wie er sagt. Der prägnanteste Eindruck habe bei ihm die Eröffnungsfeier hinterlassen, ergänzt er und spricht «das grosse Potenzial hinsichtlich Kooperationsmöglichkeiten und die Vorteile einer solch zukunftsträchtigen Institution vor Ort» an.

Sortiment im Restaurant bereits angepasst

Zufrieden sind auch die Verantwortlichen des Restaurants im Gebäude Suurstoffi 10. Das Campus-Lokal wird vom Unternehmen Creabeck Fähndrich aus Sins geführt. «Wir sind gut gestartet», sagt Roman Fähndrich, Mitglied der Geschäftsleitung. Der erste Monat sei erfolgreich verlaufen: «Unser Budget wurde sogar übertroffen. Wir dürfen uns über zahlreiche Studenten und auch auswärtige Gäste freuen.» Die Auslastung sei insbesondere während der Mittagszeit sehr gut, ergänzt Fähndrich. Im Restaurant bestehen 170 Sitzplätze. Man verbessere die Abläufe stetig, und auch das Sortiment werde den Bedürfnissen angepasst, erklärt der Geschäftsleiter weiter. «So haben wir bereits eine Grillplatte installiert, um neben den Tagesmenüs noch mehr Abwechslung bieten zu können.»

Über die Grundlage für den neuen Campus, der durch die Grundeigentümerin Zug Estates realisiert wird und 2019 eröffnet werden soll, wird die Bevölkerung von Risch am 29. November entscheiden. Dann wird an der Gemeindeversammlung über die nötige Bebauungsplanänderung abgestimmt.

Rahel Hug

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