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ROTKREUZ: Startschuss für das neue Departement

Ab sofort gehen in der Suurstoffi die Informatik-Studenten ein und aus. Rund 500 Gäste haben gestern Abend die Eröffnung des Hochschul-Departements gefeiert.
Rahel Hug
Anton Lauber, Präsident Fachhochschulen, Reto Wyss, Luzerner Bildungsdirektor, und Ernst Wüest von Zug Estates (von links) an der Eröffnung des neuen Informatikdepartements der Hochschule Luzern in Rotkreuz. (Bild: Werner Schelbert)

Anton Lauber, Präsident Fachhochschulen, Reto Wyss, Luzerner Bildungsdirektor, und Ernst Wüest von Zug Estates (von links) an der Eröffnung des neuen Informatikdepartements der Hochschule Luzern in Rotkreuz. (Bild: Werner Schelbert)

Rahel Hug

Von einem «Freudentag» und einer «grossen Chance» sprach gestern Abend ein sichtlich zufriedener René Hüsler im Festzelt in der Suurstoffi. Rund 500 Gäste waren gekommen, um die Eröffnung des neuen Departements Informatik der Hochschule Luzern (HSLU) in Rotkreuz zu feiern. Für den Direktor gehen mit dem Eröffnungsfest zwei intensive Jahre zu Ende. Zwei Jahre, in denen er mit seinem Team parallel zum laufenden Betrieb ein komplett neues Departement aufbaute und damit Pionierarbeit leistete. Auf diesen Moment wird Hüsler deshalb lange gewartet haben: Nachdem letzte Woche bereits die Einführungs­tage stattfanden, beginnt heute der reguläre Unterricht.

Über 500 Studierende werden hier, direkt beim Bahnhof Rotkreuz, in den Studiengängen Informatik, Wirtschaftsinformatik und «Digital Ideation» unterrichtet. Die Standorte Suurstoffi 12 und 41 dienen bekanntlich als Übergangs­lösung, bevor 2019 das Departement Informatik und der Bereich Finance, namentlich das Institut für Finanzdienstleistungen Zug (IFZ), in einen gemeinsamen Neubau ziehen. Hüsler unterstrich in seiner Ansprache die Bedeutung der Lehre und der Forschung für die digitale Zukunft. «Das Departement Informatik wird bei der Gestaltung dieser Zukunft eine wichtige Rolle spielen», hielt der Direktor fest und dankte allen Beteiligten, unter anderem den Sponsoren, für ihr grosses Engagement.

Den Wandel aktiv mitgestalten

Weshalb baut die HSLU ihr Angebot laufend aus? Einzig um des Wachstums willen? Auf diese Fragen lieferte Xaver Büeler, stellvertretender Rektor der Hochschule, Antworten. «Bisheriges Wissen veraltet schnell, und Innovationszyklen verlaufen immer schneller», erklärte Büeler. «Als Hochschule müssen wir auf die digitale Transformation reagieren.» Es gelte, den technischen Wandel nicht passiv über sich ergehen zu lassen, sondern aktiv mitzugestalten, denn: «Dass der Roboter uns den Kaffee morgens ans Bett bringt, wird nur eine Frage der Zeit sein.» Xaver Büeler zitierte schliesslich Jeremias Gotthelf – «Kurze Predigten und lange Bratwürste, das lieben die Leute» – und erklärte das Departement für eröffnet.

Auch der Zuger Volkswirtschafts­direktor Matthias Michel, der auch Mitglied des Konkordatsrates der Hochschule Luzern ist, gehörte am gestrigen Eröffnungsfest zu den Rednern. Die politischen Mühlen würden in der Regel langsam mahlen, führte Michel aus. Doch beim Departement Informatik sei dies anders gewesen: «Die verführerische Idee eines Hochschul-Departements hat die Politik zu Höchstleistungen angespornt», sagte der FDP-Regierungsrat und sprach dabei die Entscheide des Zuger Kantonsrats an, die den Aufbau des Departements erst ermöglichten. Dass mittels Fundraising rund 1 Million Franken an Sponsorengeldern zusammengekommen sei, sei ein Zeichen von Seiten der Privatwirtschaft, ergänzte Michel. «Es ist der Tatbeweis, dass auch die Wirtschaft mitzieht.» Michel dankte in diesem Zusammenhang unter anderem der Immobilienunternehmung Zug Estates AG, die Grundeigentümerin des ­Suurstoffi-Areals ist. Der Volkswirtschaftsdirektor kam zuletzt auf die «teils heftigen» Diskussionen um die Standortwahl zu sprechen. Den Umzug des IFZ von Zug nach Rotkreuz hätten einige als «Zwangsumzug» wahrgenommen, so Michel. Aus seiner Sicht sei es aber eine grosse Chance, die Bereiche Finance und Informatik zusammenzuführen. «Ich bin überzeugt, dass dieser Campus zukunftsträchtig ist.»

Eine wichtige Rolle spielte in der Geschichte des neuen Departements auch die Gemeinde Risch. Gemeindepräsident Peter Hausherr hatte sich intensiv für Rotkreuz als Standort eingesetzt. «Wir haben hier bereits ein starkes Gewerbe und rund 100 Firmen im IT-Bereich. Die Hochschule passt bestens in dieses Gefüge und wird unseren Alltag inspirieren und beleben», freute er sich gestern Abend und hiess das neue Departement willkommen.

«Pac Man» und «World of Warcraft»

Damit die zahlreichen Gäste nicht nur etwas zu hören, sondern auch etwas zu sehen bekamen, war der zweite Teil des kurzweiligen Eröffnungsfestes den Präsentationen und Führungen gewidmet. Unter anderem lud Fotokünstler Hannes Schmid zu einem Multimedia-Vortrag, während man sich in den Hörsälen über die Angebote des Departements informieren konnte. Die Besucher durften ausserdem die Räumlichkeiten des neuen Departements besichtigen. Im Gebäude der Suurstoffi 41 tragen die Zimmer Namen wie «Abacus», «Pac Man» oder «World of Warcraft». Noch riecht es hier nach frischer Farbe, doch das wird sich schnell ändern, wenn die Studenten hier ein und aus gehen und den Snackautomaten oder den Töggeli-Kasten in Beschlag nehmen.

Das Departement Informatik ist das «jüngste Kind» der Hochschule Luzern. Die HSLU ist mit der Zusammenführung der Informatik aus dem Departement Technik und Architektur und der Wirtschaftsinformatik aus dem Departement Wirtschaft die erste Fachhochschule schweizweit, die ihre Informatikkompetenzen an einem Ort bündelt.

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