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ROTKREUZ: Viel Schweiss für den Ernstfall

Die Feuerwehren Risch und Zug sowie mehrere Bundesorganisationen standen gemeinsam an einer Übung im Einsatz. Dabei gab es am Schluss etwas Spektakuläres zu sehen.
Nadine Wyssredaktion@zugerzeitung.ch
Beim Tanklager des Bundes wird eine Explosion mit Brandfolge simuliert. (Bild: ild: Werner Schelbert (Rotkreuz, 29. Oktober 2016))

Beim Tanklager des Bundes wird eine Explosion mit Brandfolge simuliert. (Bild: ild: Werner Schelbert (Rotkreuz, 29. Oktober 2016))

Es ist Samstagmorgen und einer dieser Tage, an denen die feuchtnasse Kälte bis in die Knochen vordringt. Während viele noch schlafen in Rotkreuz, liegt bei der Tankanlage Spannung in der Luft. Um 8.08 Uhr geht es endlich los. Das Handy von Feuerwehrmann Adrian Zaugg vibriert. «Explosion und Brand in der Tankanlage», meldet die Alarmzentrale in Zug. Minuten später erscheinen die ersten Feuerwehrfahrzeuge. Die Übung beginnt.

Der Ruhe folgt hektisches Treiben. Unter der Leitung von Urs Zimmermann, Offizier der Feuerwehr Risch, beginnt der erste Einsatz. Nach erfolgter Ersteinschätzung der Lage kann relativ schnell ein Verletzter geborgen werden. Es handelt sich dabei um den verunglückten Lastwagenfahrer. Zeitgleich wird das Tanklöschfahrzeug in Betrieb genommen und mit dem dringend nötigen Löschwasser versorgt. Schon bald ist der Boden übersät mit roten Schläuchen. Ziel ist es, den «brennenden» Anhänger und die auslaufende Flüssigkeit zu löschen und Übergriffe auf die Tankanlage zu verhindern. «Die Zahl auf dem roten Nummernschild eines Lastwagens klärt uns über den Inhalt auf», erklärt Adrian Zaugg. Dieses Mal war es Diesel. «Das rote Absperrband signalisiert die hohe Gefahrenstufe.»

Weitere Einsatzkräfte verharren somit hinter dem Band und warten auf ihren Einsatz. Dies alles geschieht unter den wachsamen Augen von Marco Cervini, der als stellvertretender Feuerwehrinspektor das Geschehen genau beobachtet. «Mit wenigen Ausnahmen bin ich sehr zufrieden», sagt er.

Nach rund 15 Minuten treffen die Kollegen aus Zug ein. Aufgrund der möglichen Tragweite und Brisanz im Zusammenhang mit der Tankanlage ist auch die Stützpunktfeuerwehr aufgeboten. Diese rückt mit weiteren Einsatzkräften und Fahrzeugen an. Kurz darauf beginnt man mit einer koordinierten Zusammenarbeit, wobei die Zuger unter Führung von Vizekommandant David Gisler die Gesamtleitung übernehmen. In der Zwischenzeit beteiligen sich auch die SBB mit einem Lösch- und Rettungszug sowie die Betriebswehr des Departements für Verteidigung und Bevölkerungsschutzes am Geschehen. Mittels Einsatzjournalen werden jeweils alle Tätigkeiten protokolliert. Dies erlaubt eine spätere Rekonstruktion des genauen Ablaufes, sollten im Anschluss Unklarheiten auftreten.

Rund um die Uhr verfügbar

Adrian Zaugg und seine Kollegen wohnen und arbeiten in der Gemeinde Risch. So sind sie bei einer Alarmmeldung innert Kürze im Feuerwehrdepot. Je nach Fall rückt die Feuerwehr mit einem oder der gesamten Kompanie aus. «Manchmal beschäftigen wir uns auch mit Fehlalarmen. Dies ist der Fall, wenn Brandmelder zu sensitiv eingestellt oder nicht ausgeschaltet wurden, wenn Handwerker beispielsweise Schleifarbeiten ausführen», erklärt er. Dank regelmässigen Trainingseinheiten sei man jederzeit einsatzbereit und für den Ernstfall gerüstet.

Der Grosseinsatz ist währenddessen erfolgreich zu Ende gegangen, das zusätzliche Löschwasser ist mittels Schläuchen und Pumpen vom Zugersee her gefördert worden. Es folgt die Schlussbesprechung. Übungsleiter Daniel Sidler, Kommandant der Feuerwehr Risch, und Daniel Jauch, der Kommandant der Stützpunktfeuerwehr Zug, sind mit der Zusammenarbeit der verschiedenen Korps zufrieden. Nach einer Kaffeepause wird den Einsatzkräften zum Abschluss eine eindrucksvolle Demonstration geboten: Ist die Bevölkerung frühmorgens von Sirenengeheul verschont worden, ist es spätestens bei der Vorführung des Wasserwerfers des VBS in Turbinenform vorbei mit dem Schlaf.

Nadine Wyss

Auch die SBB sind mit ihrer Betriebswehr im Einsatz. (Bild: Werner Schelbert)
Das Löschwasser wird vom Zugersee hergepumpt. (Bild: Werner Schelbert)
"Wasser marsch!", lautet das Motto. (Bild: Werner Schelbert)
Die Stützpunktfeuerwehr Zug beim Löschen. (Bild: Werner Schelbert)
Die Zusammenarbeit erfolgt Hand in Hand. (Bild: Werner Schelbert)
Es handelt sich um eine besonders grösse Übung beim sensiblen Tanklager des Bundes. (Bild: Werner Schelbert)
6 Bilder

Grosse Feuerwehrübung in Rotkreuz

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