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Rotkreuz wächst im Zentrum weiter

179 Wohnungen und Dienstleistungsflächen sollen auf dem Chäsimatt-Areal entstehen. Das alte Chäsi-Gebäude und der «Bauernhof» bleiben bestehen. Nun entscheidet die Bevölkerung über den Bebauungsplan.
Rahel Hug
Die Visualisierung zeigt die geplante Überbauung des Chäsimatt-Areals. (Bild: PD)

Die Visualisierung zeigt die geplante Überbauung des Chäsimatt-Areals. (Bild: PD)

In unmittelbarer Nähe zum Rotkreuzer Bahnhof wird eine weitere grüne Wiese überbaut: Auf dem Chäsimatt-Areal plant die Rotkreuzhof Immobilien AG (Riag) gemeinsam mit der Landi Zugerland ein grosses Bauvorhaben. Entstehen sollen Verkaufs- und Dienstleistungsflächen sowie Wohnungen. Da die Grundstücke in der Kernzone mit einer Bebauungsplanpflicht liegen, kann auch die Bevölkerung mitreden. An der Gemeindeversammlung vom Montag, 4. Juni, werden der Bebauungsplan Chäsimatt sowie die nötigen Teiländerungen des Zonenplans und der Bauordnung behandelt.

In der Vorlage zur Versammlung stellt der Gemeinderat das Projekt vor. «Dank der guten Erreichbarkeit mit dem öffentlichen Verkehr ist das Bahnhofgebiet attraktiv für effiziente räumliche Entwicklungen», heisst es. Die beiden Grundeigentümer möchten die vorhandenen Landflächen besser nutzen – für die Realisierung des Projekts wurde die Interessengemeinschaft (IG) Chäsimatt gegründet.

Auf dem Gebiet befinden sich unter anderem das alte Chäsigebäude sowie das Hotel und Restaurant Bauernhof. «Sie verleihen bereits heute dem Ort seine Identität», so der Gemeinderat. Die beiden Gebäude sollen deshalb bestehen bleiben, das Chäsigebäude wird mit einem neuen Aufbau «überstülpt». Zusätzlich sind an der Chamerstrasse zwei Baukörper als «Blockrandfiguren» vorgesehen. Aus der Vorlage erfährt man, dass die Höhen der Randbebauung «durch eine sorgfältige Staffelung» variiert werden. «Das prägendste Gebäude setzt an der Kreuzung von Post- und Chamerstrasse einen Akzent und wird rund 30 Meter hoch sein.»

Die Landi vergrössert ihre Verkaufsflächen

Die Landi Zugerland wird mit 1800 Quadratmetern die grösste Verkaufsfläche aufweisen. Dazu kommt der «Landi Top Shop» mit einer Verkaufsfläche von etwa 120 Quadratmetern. Voraussichtlich werden auf dem Areal 179 Wohnungen für ungefähr 300 Personen gebaut. In den geplanten Flächen für Arbeit und Dienstleistung könnten Arbeitsplätze für zirka 100 Beschäftigte entstehen. Im neuen Aufbau des Chäsigebäudes ist als künftige Nutzung eine öffentlich zugängliche Kletterhalle angedacht. Gesamthaft dürfen im Rahmen des Projekts maximal 288 Parkplätze entstehen. Diese sollen unterirdisch angeordnet werden.

Das Bebauungskonzept sieht drei Typen von Innenhöfen vor. Der für Autos nicht zugängliche Chäsiplatz auf dem gleichen Niveau wie die Poststrasse, dient als öffentlicher Platz und auch als Zugang für Fussgänger und Velos. «Der Chäsiplatz wird bewusst als Zentrum der neuen Überbauung Chäsimatt mit einer hohen Aufenthaltsqualität ausgestaltet», heisst es. Eine Treppe führen vom Chäsiplatz in südwestlicher Richtung in den höher gelegenen, quartierinternen Freiraum. Vom dort liegenden Vorplatz gelangt man in die «privat anmutenden» Wohnhöfe.

Der Rischer Gemeinderat hat vor der eigentlichen Erarbeitung eines Bebauungsplanes die Durchführung eines städtebaulichen Studienverfahrens verlangt. Im Juli 2016 hat das Beurteilungsgremium das Projekt von Helsinki Zürich Architekten zur Weiterbearbeitung empfohlen. Dann folgte eine Konkretisierung der Planung. Mit einer Absichtserklärung wurde vereinbart, dass die Gemeinde Risch im Umfang von 20 Prozent am Mehrwert beteiligt wird.

Gemeinde soll Projekt für Jugendräume prüfen

Die Parteien stehen hinter dem Bebauungsplan Chäsimatt und empfehlen den Antrag zur Annahme. Während die FDP, die CVP und die GLP keine Vorbehalte äussern, sind die SVP und die Grünen eher kritisch. Die Versammlung sei der Meinung gewesen, dass es «fast etwas zu schnell gehe», sagt Franz Blaser, Präsident der SVP. Und Hanni Schriber-Neiger, Präsidentin der Grünen, kündigt einen Antrag an: «Die Gemeinde soll in der Chäsimatt ein Projekt für Jugendräume prüfen.» Dies, weil es in der Gemeinde zu wenig Jugendräume gebe. Fragen wirft die Partei auch in Sachen Parkplätzen auf. «Wir finden die Anzahl Parkplätze zu hoch für eine Überbauung an zentraler Lage mit bester Anbindung an den ÖV.»

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