Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Bahnhof Rotkreuz wird zur «Mobilitätsdrehscheibe»

Vertreter der Gemeinde und der SBB haben über die Zentrumsentwicklung 
informiert. Die Pläne sind umfassend und ambitioniert – unter anderem soll ein 70 Meter hohes Hochhaus entstehen.
Rahel Hug
SBB und Gemeinde wollen den Dorfmattplatz mit der Bahnhofsentwicklung aufwerten und ihn als Ort der Begegnung stärken. (Visualisierung: PD)

SBB und Gemeinde wollen den Dorfmattplatz mit der Bahnhofsentwicklung aufwerten und ihn als Ort der Begegnung stärken. (Visualisierung: PD)

Vom Auto auf den Zug umsteigen, ohne nasse Schuhe zu bekommen. Sharing-Angebote nutzen. Und dabei gleichzeitig Besorgungen machen, einen Kaffee trinken oder ein Paket abholen. Das ist die Vision des «Bahnhofs der Zukunft», der in Rotkreuz entstehen soll. Neben diesem Projekt, der Umgestaltung des südlichen Bahnhofareals, ist an der Buonaserstrasse ein Neubau mit Alterswohnungen vorgesehen (siehe Box). Kurz: Das Zentrum von Rotkreuz wird künftig ein ganz neues Gesicht erhalten. Beide Verfahren werden schliesslich in Bebauungsplänen münden, über welche die Bevölkerung wird abstimmen können. Die Gemeinde Risch, die SBB und die Griag (Gemeinde Risch Immobilien AG) haben am Montagabend über die Planungen informiert.

Ansicht der Entwicklungen Bahnhof Süd und Leben im Alter an der Buonaserstrasse. (Visualisierung: PD)

Ansicht der Entwicklungen Bahnhof Süd und Leben im Alter an der Buonaserstrasse. (Visualisierung: PD)

«Der Bahnhof hat ein grosses Aufwertungspotenzial», erklärte Gemeindepräsident Peter Hausherr. Mit dem Ausbauschritt 2035 der Bahn werde das ÖV-Angebot in Rotkreuz stark verbessert, die Pendlerfrequenzen würden zunehmen. «Wir wollen diese Entwicklungen vorwegnehmen. Schon heute sind die Züge voll, die bauliche Entwicklung im Zentrum soll damit korrespondieren.» Auch das Behindertengleichstellungsgesetz spielt bei den Überlegungen eine Rolle: «Das heutige Busterminal muss umgebaut werden, damit es den Anforderungen entspricht.» Und schliesslich ist das Areal im Zentrum von Rotkreuz als Verdichtungsgebiet im kantonalen Richtplan festgesetzt. «Wenn ein weiteres Hochhaus, dann am Bahnhof», steht für Peter Hausherr fest. Für ihn ist besonders wichtig, dass der Dorfmattplatz, «das Herzstück des öffentlichen Lebens in Rotkreuz», erhalten bleibt. So wird der Platz auch in Zukunft Raum für den Wochenmarkt und andere Anlässe bieten.

Ein Ort mit hoher 
Aufenthalts- und Servicequalität

Peter Wicki, Leiter des Portfolio-Managements von SBB Immobilien, sprach von einem Pionierprojekt. Denn Rotkreuz werde eine der ersten Gemeinden sein, in denen die SBB ein Konzept für einen «Bahnhof der Zukunft» in Angriff nehmen würden. Der neue Bahnhof soll zur modernen Mobilitätsdrehscheibe mit «innovativen Mobilitätskonzepten, optimierten Umsteigebeziehungen und kombinierbaren Serviceangeboten» werden. «Der Bahnhof wird aufgewertet mit Erdgeschoss-Nutzungen und der Dorfmattplatz wird ein Begegnungsort, auf dem etwas stattfindet», so Wicki. Den Nutzern werde ermöglicht, auf ihrem täglichen Weg Dinge einfach und effizient zu erledigen. Der Bahnhof ist laut Wicki also nicht mehr nur ein Ort des Umsteigens und des Transits, sondern auch ein Ort mit hoher Aufenthalts- und Servicequalität.

Der neue, behindertengerechte Busbahnhof zwischen Zentrum Dorfmatt und neuer Bahnhofsbebauung. (Visualisierung: PD)

Der neue, behindertengerechte Busbahnhof zwischen Zentrum Dorfmatt und neuer Bahnhofsbebauung. (Visualisierung: PD)

Es ist vorgesehen, dass die SBB selbst investieren. Geplant sind zwei Wohnhäuser und ein Dienstleistungsgebäude. In der Mitte soll ein 70 Meter hohes Hochhaus entstehen. Laut Pressemitteilung soll dieses «dem Platz ein stärkeres Gewicht geben und ein Gleichgewicht mit dem Hochhaus des Campus Zug-Rotkreuz der Hochschule Luzern auf der gegenüberliegenden Gleisseite bilden». Neben maximal 50 Prozent Wohnungen sind Gewerbeflächen sowie diverse Läden und Dienstleistungsangebote geplant. Arkaden und Überdachungen zwischen den Gebäuden sorgen dafür, dass Fussgänger trockenen Fusses zu den Gleisen gelangen können.

Ein identitätsstiftendes Projekt

Johannes Käferstein, Architektur-Professor an der HSLU und Jury-Vorsitzender, sprach von einer «ausgesprochen anspruchsvollen Ausgangslage». Doch er sei überzeugt, dass das Projekt identitätsstiftend sei und Rotkreuz eine neue Adresse gebe. Für Siglinde Pechlaner, Projektleiterin bei den SBB, passt das Vorhaben sehr gut zu Rotkreuz: «Dies, weil das Dorf rund um den Bahnhof und durch den Bahnhof entstanden ist.» Mit dem Projekt für das Leben im Alter – in der Jury für das andere Richtprojekt sassen zum Teil die gleichen Personen – schliesse sich der Kreis und das Zentrum werde für alle Generationen aufgewertet. Wie viel Geld die SBB investieren wollen, ist zurzeit noch nicht bekannt.

Städtebauliches Konzept des Siegerprojektes «Lupo» von Ramser Schmid Architekten, Zürich, und Kolb Landschaftsarchitektur, Zürich mit den Etappen 1 bis 3. (Visualisierung: PD)

Städtebauliches Konzept des Siegerprojektes «Lupo» von Ramser Schmid Architekten, Zürich, und Kolb Landschaftsarchitektur, Zürich mit den Etappen 1 bis 3. (Visualisierung: PD)

Das Richtprojekt bildet nun die Basis für den Bebauungsplan, der voraussichtlich 2020 zur Abstimmung kommt. Die am Montag vorgestellte Gestaltung betrifft den westlichen Teil des Bahnhofareals. In einer zweiten Etappe soll auch der östliche Teil entwickelt werden.

Hinweis
Die Pläne und Visualisierungen bleiben bis zum 21. Dezember im ersten Obergeschoss des Foyers im Zentrum Dorfmatt ausgestellt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.