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ROTKREUZ: Zechkumpane geraten in Not

Die Theaterlüüt Risch-Rotkreuz begeistern das Publikum mit einem witzigen Lustspiel. Im Fokus stehen drei Männer, die sich an nichts mehr erinnern wollen.
Martin Mühlebach
Von links: Edi Schiesser (gespielt von Marcel Roos), Stefan Beck (gespielt von Thomas Broch) und Hubi Dreifuss (gespielt von Jonas Morach) haben im Ausgang über die Stränge geschlagen. (Bild: Stefan Kaiser (Rotkreuz, 28. April 2017))

Von links: Edi Schiesser (gespielt von Marcel Roos), Stefan Beck (gespielt von Thomas Broch) und Hubi Dreifuss (gespielt von Jonas Morach) haben im Ausgang über die Stränge geschlagen. (Bild: Stefan Kaiser (Rotkreuz, 28. April 2017))

Martin Mühlebach

redaktion@zugerzeitung.ch

Die Bäckerlehrtochter Maxi (Nadja Pfiffner) ist frühmorgens in der Backstube fleissig an der Arbeit. Doch ihrem cholerischen Chef, dem ständig aufbrausenden und herumschreienden Bäckermeister Heinz Beck (Nino Fiannaca) kann sie nichts recht machen. Maxi gerät aus der Schusslinie, als Becks Sohn Stefan (Thomas Broch) und Hubi Dreifuss (Jonas Morach), der Onkel der Bäckersgattin Lisbeth Beck (Susanna Bamert), sturzbetrunken nach Hause kommen. Die beiden Männer können oder wollen sich nicht mehr daran erinnern, was sie in der vergangenen Nacht gemacht haben.

Das ändert sich schlagartig, als Hubis Sandkastenliebe Trudy Wachtel (Cécile Arnosti) hereinstürmt und heulend jammert: «In der vergangenen Nacht sind zwei Männer mit ihrem Auto in meinen Garten gefahren. Dabei haben sie mein Gartenmäuerchen und die Blumen komplett zerstört.» Sie hätten den angerichteten Schaden kurz angesehen. «Ich habe noch einen Stein nach ihnen geworfen, aber die beiden Übeltäter sind sofort wieder ins Auto gestiegen und weggefahren.» Der am Kopf verletzte Onkel Hubi erinnert sich plötzlich wieder, das Auto – obschon nicht im Besitz eines Führerscheins – gesteuert zu haben. Als Trudy Wachtel den Polizeiwachtmeister Edi Schiesser (Marcel Roos) einschaltet und ihm erklärt, dass das Auto demjenigen der Becks geglichen habe, spitzt sich die Lage zu. Zu allem Übel erhält Heinz Beck auch noch vom Steueramt Bescheid, dass die Steuerrevisorin Lotti Stürmli (Pamela Haas) demnächst vorbeikomme, um die Unterlagen zu prüfen.

Grossartige ­schauspielerische Leistung

Kurz darauf überschlagen sich die Ereignisse. Lola Würmli (Trix Anderhub), die Geschäftsführerin der Bango-Bängo-Popobar, will die Schulden eintreiben, die die drei Zechkumpane hinterlassen haben. Drei? Jawohl, denn es stellt sich heraus, dass auch der Polizeiwachtmeister mit von der Partie war. In der höchsten Not übernimmt Onkel Hubert endgültig das Zepter. Es gelingt ihm, Lola Würmli zu überreden, die Rolle der Steuerrevisorin einzunehmen. Die Dame aus dem Rotlichtmilieu versteht es, den aufgebrachten Bäckermeister um den Finger zu wickeln, und Polizist Schiesser zeigt kein Interesse mehr, das Auto ausfindig zu machen, das den Schaden an Trudy Wachtels Garten angerichtet hat. Alles paletti also? Mitnichten, denn nun trifft die echte Steuerrevisorin ein. Selbst Onkel Hubert scheint mit seinen Vertuschungsmanövern am Ende zu sein. Oder doch nicht?

Es wäre schade, an dieser Stelle den Ausgang der Geschichte zu verraten. Der Besuch einer der Aufführungen der Theater­lüüt Risch-Rotkreuz lohnt sich, zumal die Zechkumpane bis zuletzt immer wieder in Erklärungsnot geraten. Erwähnenswert ist, dass sämtliche auf der Bühne stehenden Schauspielerinnen und Schauspieler eine grossartige Leistung vollbringen. Besonders hervorzuheben sind die Auftritte von Jonas Morach, der als schlitzohriger Onkel Hubi die Herzen des Publikums im Sturm zu erobern vermag. Ein Lob gilt auch der Regisseurin Hanni Eigel, die dem Lustpiel «Oh, die Manne» in drei Akten von Beate Irmisch dank einer perfekten Rollenverteilung den nötigen Pfiff verleiht.

Hinweis

Weitere Aufführungen: 2., 3., 5. und 6. Mai jeweils um 20 Uhr im Zentrum Dorfmatt.

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