Rotzige Sprüche aus Steinhausen

Auch in Steinhausen werden eifrig Sprüche geklopft. Die «Rotznase Steihuse» nehmen dabei die Gemeinderäte ins Visier.

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D’Corina Brüngger het me z’Baar ame Politapéro troffe./

Dört het si es Bitzli z’viel Caypirinia gsoffe./ Sie telefoniert ihrem Maa: Schatz, muesch mi hole do,/ ich weiss nümm mit welem Auto ich bi do here cho.

De Sennrich goht a d’Gmeindrotsitzig/ und finds plötzlich nümme witzig./ Wo isch mini Brülle, wo,/ wo isch die nur here cho?/ mir säge Euch jetz, wo die isch,/ir Pöschtligartewirtschaft uf em Tisch.

Auch ehemalige Fasnachtsoberhäupter müssen daran glauben.

S’isch so ne Sach mit de Steivättere./ De Don Pedro isch gsi go chlättere./ Tüend nit fotografiere, höret uf,/ seit de Peter ganz usser Schnuf./ Ich tue nit schön uf d’Foti cho,/ will ich mi Haargel ha deheime gloh.

De Steivatter René Häusler het wissi Farb agforderet,/ bim Steivatter Roli Wyss, doch dä schint überforderet./ De Häusler stricht die Farb a d’Wand und wird derbi nit schlau,/ die Farb, die wird bim striche nämlich plötzlich ganz schön blau.

Die Gruppe wirft den Blick aber auch über die Gemeindegrenzen.

De Jo Lang gseht me fascht nümm z’Zug/ und das scho sit färn./ Är heb züglet, sich abgmäldet und wohni jetz in Bärn./ Är, wo sich doch immer het für de Kanton Zug verrisse,/ aber mir känne niemmer,/ wo ihn würklich tuet vermisse.

Z’Nordafrika, do gits e Huufe politischi Skandal,/ für paar vo dene Diktatore ändet das fatal./ Rübe weg, doch im Kanton Zug verlauft’s nit so bluetig,/ für Betschart und Romer gilt immer no/ die «Unschuldsvermuetig».

Für d’Eurovision qualifiziert het sich d’Bänd vo de Heilsarmee,/ ob mit oder ohni Uniform, das wärde mir de gseh./ Sött das nit klappe und risse doch würklich alli Stricke,/ chönnt me im allerschlimmschte Fall/no s’Vreni Schneider schicke.

S’Ziel vo allne Schwizer Banke: «Ehrlicher wämmer si.»/ Das brucht viel, aber sogar d’UBS isch derbi./Die tüe sogar usserordentlich viel do derzue,/ nach em neue Motto: «Ei Skandal pro Tag isch gnue».