Leserbrief
Rücktritt des Stiftungsrates wird gefordert

Zur Situation «Am Baumgarten» in Unterägeri

Merken
Drucken
Teilen

Für das Desaster am Baumgärtli in Unterägeri ist zu 100 Prozent der Stiftungsrat schuld: Dieses unverständliche und trägerschaft-feindliche vorgehen wird Unterägeri noch jahrzehntelang beschäftigen. Was die da angerichtet haben, sprengt jede vernünftige Denkweise und ein Rücktritt aller beteiligten im Stiftungsrat ist schon längst überfällig.

Was wurde uns versprochen, wie das erste pflegende Familienhotel, Kinderarztpraxis, öffentliches Restaurant mit Kinderbereich, drei Mehrfamilienhäuser mit 27 Generationenwohnungen, zahlbare Dienstleistungsmöglichkeiten, Streichelzoo, Hotellerie, Pflege und Bewirtschaftungsbereich plus 50 Stellen et cetera. Wegen dieser Versprechungen wurde der Zonenplan abgeändert und vom Stimmvolk abgesegnet.

Was ist geblieben, eine einzige Schande. Nun sind die Mieter in den Neubauten Baumgarten 1, 2 und 3 eingezogen. Bei den 27 Wohnungen habe ich eine einzige Mieterschaft festgestellt, welche auf Unterägeri hindeutet, dafür ist noch eine Firma eingemietet, was damals nie ein Thema war. Wer hat diese Mieterschaft ausgewählt? Wie ist die Sicherstellung der bestehenden Alterswohnungen, welche inzwischen renoviert worden sind, vollzogen worden? Wie wurde zynisch in der Dokumentation «Am Baumgärtli, die Zukunft des Areals St.Anna/Baumgärtli gestalten», geschrieben: Mit dem heutigen Angebot wurden alle Auflagen aus der Konzeption sowie die vertraglich vereinbarten Versprechungen gegenüber der Bevölkerung ausnahmslose erfüllt. Das ist der blanke Hohn gegenüber den Mitgliedern der vier Trägerschaften von Unterägeri. Was soll hier erfüllt sein, wenn fast alle Versprechungen nicht stimmen. Der Stiftungsrat ist offenbar immer noch nicht gewillt, der Bevölkerung für den schlechten Verkaufspreis für das Gelände am Baumgärtli reinen Wein aufzutischen.

Ein sofortiger Rücktritt des Präsidenten, der Vizepräsidentin und aller anderen Mitglieder des Stiftungsrates ist im Namen der Gerechtigkeit unumgänglich. Am Baumgärtli muss ein sofortiges Umdenken stattfinden, für den schlechten Verkauf ist genug Geld vernichtet worden, welches uns für immer fehlen wird.

Hans-Rudolf Iten-Hartmann, Unterägeri