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RÜCKBLICK: Als Zug den Schwingern gehörte

1943 und 1961 haben sich die besten Schwinger der Schweiz in der Stadt duelliert. Es war beide Male schon ein Grossanlass.
Ernst Meier
In der extra errichteten Schwingerarena schauten sich 1961 während zweier Tage gut 30 000 Personen die Sägemehlduelle an. (Bild: Zuger Kantonaler Schwingerverband)

In der extra errichteten Schwingerarena schauten sich 1961 während zweier Tage gut 30 000 Personen die Sägemehlduelle an. (Bild: Zuger Kantonaler Schwingerverband)

Der eidgenössische Schwingertag fand 1943 auf dem Schwingplatz direkt am Zugersee statt. (Bild: Zuger Schwingerverband)

Der eidgenössische Schwingertag fand 1943 auf dem Schwingplatz direkt am Zugersee statt. (Bild: Zuger Schwingerverband)

So, wie dieses Wochenende Burgdorf im Mittelpunkt der Schwingerwelt steht, richteten sich vor Jahrzehnten die Blicke der Anhänger des urschweizerischen Sports nach Zug. Zweimal in der über 100-jährigen Geschichte des Eidgenössischen Schwingerverbandes war Zug Austragungsort des Eidgenössischen – des grössten Schweizer Sportanlasses. Zum ersten Mal trafen sich die besten Schwinger aus allen fünf Teilverbänden im Sommer 1943 in Zug, wie in der Chronik «50 Jahre Zuger Kantonaler Schwingerverband» zu lesen ist. Eigentlich hätte das Fest schon 1940 in Zug stattfinden sollen. Wegen der Kriegswirren hat man sich aber entschieden, statt des geplanten zweitägigen Festes in Zug einen eintägigen Schwingertag in Solothurn abzuhalten. 1943 wurde Zug dann doch berücksichtigt. Weil der Krieg weiterhin tobte, fand das Schwingen wiederum an nur einem Tag statt.

Ungewissheit wegen des Krieges

Organisiert wurde der Anlass durch den Stadtturnverein und den Zuger Kantonalen Schwingerverband. Für das Organisationskomitee unter der Leitung von Stadtrat Emil Weber war es ein besonderes Wagnis. So musste man wegen fehlender Infrastruktur eine eigene Arena mit gedeckten und ungedeckten Tribünen aufbauen – Kostenpunkt: 30 000 Franken. «Wie ein Damoklesschwert hing die Frage einer sich wiederholenden allgemeinen Mobilisation über der Veranstaltung», heisst es in der Chronik. Zu diskutieren gaben damals die Eintrittspreise. Wie hoch die waren, steht nicht geschrieben. Das Fest wurde für Zug trotz der schwierigen Umstände zu einem Erfolg – auch dank des «sonnigen Festtags». Bei einem Umsatz von 190 000 Franken «blieb den Veranstaltern der bescheidene Betrag von 6700 Franken Gewinn». Für den Schwingerkönig Willy Lardon gab es «ein prächtiges Rindli im Werte von 700 Franken».

Zweite Austragung 1961

Knapp 20 Jahre später, am 12. und 13. August 1961, stand Zug wiederum im Mittelpunkt der Schwingszene. Diesmal führte man das zweitägige Eidgenössische Schwing- und Älplerfest mit acht Gängen durch – so, wie man den Anlass auch heute kennt. Als OK-Präsident amtete der damalige Regierungsrat Hans Straub. Wiederum mussten sich die Veranstalter und zahlreichen Helfer kräftig ins Zeug legen, denn es galt, eine Schwingerarena für 30 000 Zuschauer aufzustellen. Als Festplatz diente die Allmend. Dort, wo heute Leichtathletik- und Fussballstadion stehen, musste auf der grünen Wiese die gesamte Infrastruktur aufgebaut werden.

Am Samstag verzeichnete man laut Chronik kein Wetterglück: «Ein langweiliger Landregen beeinträchtigte leider den Festbesuch ...» Doch am nächsten Tag zeigte sich Petrus gnädig. «Der Sonntag war von prächtigem, direkt ideal zu nennendem Schwingfestwetter begünstigt.» So wurde das bis dahin grösste im Kanton Zug durchgeführte Sportfest doch noch ein Erfolg für die Veranstalter. «Das Hauptziel, die eindrucksvolle Demonstration des eidgenössischen Brauchtums und die Stärkung der Gefühle der Verbundenheit mit den bodenständigen Schichten unseres Volkes, konnte in schönster Weise erreicht werden», hält der Chronist fest. Für das Zuger OK gab es zudem einen Gewinn von 29 000 Franken. Den Siegermuni durfte Schwingerkönig Karl Meli nach Winterthur nehmen.

Wenn morgen das Fest in Burgdorf beginnt, dürften Ablauf und Organisation des Anlasses von einer Zuger Delegation genau beobachtet werden, denn die Stadt will 2019 zum dritten Mal Mittelpunkt der Schwingerszene werden.

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