RÜCKTRITT: CVP-Parteipräsident Pfister tritt zurück

Der Präsident der CVP Zug, Gerhard Pfister, hat am Sonntag vor den Medien seinen Rücktritt angekündigt. Mit ihm stellt auch Vizepräsidentin Barbara Wohlwend ihr Amt zur Verfügung. Im übrigen legte die Partei ihre Schwerpunkte für das Jahr 2008 dar.

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Der Zuger CVP-Parteipräsident Gerhard Pfister. (Bild PD)

Der Zuger CVP-Parteipräsident Gerhard Pfister. (Bild PD)

Nationalrat Pfister hatte das Parteipräsidentenamt während neun Jahren inne. Er tritt auf die Generalversammlung vom 9. April hin zurück, wie er ausführte. Die CVP-Regierungsräte und das übrige Präsidium habe er in den letzten Tagen informiert.

Er habe immer gesagt, er werde nach den Wahlen 2007 entscheiden, ob er als Präsident weitermachen oder zurücktreten wolle, sagte Pfister. Indem auch Vizepräsidentin Wohlwend zurücktrete, erhalte sein Amtsnachfolger oder seine Nachfolgerin die Möglichkeit, den Vizepräsidenten oder die Vizepräsidentin auszusuchen.

Mögliche Nachfolger gebe es viele, sagte Pfister. Eine Bedingung stelle er an sie nicht. Er habe nur den Wunsch, dass die CVP auch unter der neuen Führungscrew mit klar bürgerlichem Kurs politisieren werde, betonte er. Am Montag stellt das Präsidium eine Findungsgruppe zusammen.

Wirtschaft, Familie, Sicherheit
Als Schwerpunkte legte die CVP drei Themen fest: Wirtschaft, Familie, Sicherheit. Weiterhin will sie gezielt auf die Anliegen von KMU, Gewerbe und Wirtschaft eingehen. Die Partei unterstütze auch die anstehende Revision des Steuergesetzes. Dieses soll Entlastungen in der Unternehmensbesteuerung und für Familien bringen.

Einem weiteren Ausbau des staatlichen sozialen Netzes stehe die CVP skeptisch gegenüber, hiess es am Dreikönigstreffen der Partei mit den Medien. In den Vordergrund zu rücken seien Anreize, welche den Familien Freiräume gäben und ihre Eigenverantwortung stärkten.

Und schliesslich sorgt sich die CVP um die Sicherheit im öffentlichen Raum. Jugendgewalt, Ausländergewalt, Littering und Vandalismus müssten gezielt bekämpft werden. Demnächst werde die CVP deshalb von der Regierung einen Bericht zum Thema verlangen, der auch Vorschläge für Verbesserungsmassnahmen enthalte.

Schon im laufenden Jahr will die CVP Zug beginnen, die kantonalen Wahlen von 2010 sowie die nationalen Wahlen von 2011 vorzubereiten.

Am 1. März trifft sich das Parteikader zu einem Bildungstag, an dem die kantonalen Wahlen 2010 Thema sind. Bis Ende Jahr wird dann ein Wahlteam zusammengestellt.

dko