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Rücktritt dauerte nur wenige Stunden

Auseinandersetzung Jahrelange Misswirtschaft wegen Falschzahlungen und Personalwechseln in der Neuheimer Sozialabteilung unter der Führung von Franz Keiser ist die Gemeinde teuer zu stehen gekommen. Dies geht aus einem Aufarbeitungsbericht hervor, den der Gemeinderat initiierte und der im Juni 2016 veröffentlicht wurde. Unsere Zeitung verlangte – gestützt auf das Öffentlichkeitsprinzip – im März 2017 Unterlagen aus dem Beilagenverzeichnis dieses Berichts. Die Dokumente wurden von der Gemeinde nach einem fast elf Monate dauernden rechtlichen Verfahren kürzlich freigegeben. Sie geben unter anderem einen detaillierten Einblick in die Geschehnisse vom Herbst 2014. Damals entzog der Gemeinderat Franz Keiser am 22. September die Führung der Abteilung. In den frühen Morgenstunden des 24. September gab Keiser dem Gemeindeschreiber per E-Mail seinen sofortigen Rücktritt bekannt – um schon am Nachmittag auf diesen Entscheid zurückzukommen.

Keiser legte am 1. Oktober beim Regierungsrat Verwaltungsbeschwerde gegen seine Enthebung ein. Der Gemeinderat unterstrich seine Forderung mit Schreiben vom 24. Oktober, bevor er am 17. November eine Kehrtwende machte. Nach «intensiven Gesprächen» präsentiere sich «eine neue Ausgangslage», heisst es. Die Erläuterungen dazu sind in den ausgehändigten Dokumenten abgedeckt.

«Eine Behauptung, die aus der Verwaltung stammt»

Franz Keiser distanziert sich mittlerweile von den Ergebnissen des genannten Aufarbeitungsberichts, wie er unsere Zeitung in einem Einschreiben vom 29. Dezember 2017 wissen liess. «Die angebliche Verschleuderung von Steuergeldern ist eine Behauptung, die aus der Verwaltung stammt», heisst es darin. Ein Gemeinderat trage zwar «Mitverantwortung» für sein Ressort, die Detailarbeit erledige aber die Verwaltung.

Keiser fühle sich in seiner Ehre verletzt und fordert in dem Brief unter Androhung einer Klage, dass Artikel zum Thema Sozialabteilung im Internet gelöscht werden. Unsere Zeitung ist nicht darauf eingegangen. (bier)

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