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Der Baarer Innenverteidiger Marco Zahler ist ein ruhender Fels in der Brandung

Der 28-jährige Marco Zahler hält die Abwehr des Drittligisten FC Baar zusammen.
Martin Mühlebach
Marco Zahler, FC Baar. (Bild: Patrick Hürlimann, Baar, 19. September 2019)

Marco Zahler, FC Baar. (Bild: Patrick Hürlimann, Baar, 19. September 2019)

Marco Zahler genoss seine fussballerische Grundausbildung beim SC Goldau, worauf er bis zur U16 die Farben des FC Luzern trug. Nach Goldau zurückgekehrt, absolvierte er vier Saisons im Fanionteam der Schwyzer, ehe er auf eigenen Wunsch während sechs Jahren in der ­ 2. Mannschaft spielte. Zahler ­erklärt: «Der Wechsel erfolgte, weil ich mich vermehrt auf mein Bauingenieur-Studium an der ETH Zürich konzentrieren wollte und weil mehrere meiner Kollegen in der 2. Mannschaft kickten.» Nach einem Jahr Fussballabstinenz schloss sich Zahler in der vergangenen Saison dem ­Fanionteam des Drittligisten FC Baar an, wo er sich auf Anhieb wohl fühlte.

Der über eine gute Angriffsauslösung und ein starkes Kopfballspiel verfügende Innenverteidiger sagt: «Ich wechselte zu Baar, weil ich eine neue fussballerische Herausforderung suchte und weil dieser Verein sehr ambitioniert ist. Er hat sich den Aufstieg in die 2. Liga regional zum Ziel gesetzt.»

Dass die Truppe von Trainer Alberto Rodriguez im vergangenen Sommer in der Aufstiegsrunde knapp scheiterte, wurmt Marco Zahler immer noch, zumal er bei der 2:4-Niederlage gegen Malters fehlte, weil er als Firmpate unabkömmlich war. Zudem betont er selbstkritisch: «Im Spiel gegen Entlebuch setzte ich in der Schlussphase beim Stand von 2:3 einen Kopfball an den Pfosten. Ein Unentschieden hätte uns zum Aufstieg gereicht.»

Zusammen mit Hünenberg an der Tabellenspitze

Zahler glaubt fest daran, dass es diesmal klappen wird. Sein Trainer kenne die Stärken und Schwächen der gegnerischen Teams sehr genau – er stelle seine Mannschaft gut aufs jeweilige Spiel ein. So überrascht es nicht, dass Baar die ersten drei Spiele der laufenden Saison ­gewann. Die vierte Partie – auswärts gegen den SK Root – ­endete allerdings 2:2-Un­entschieden. Dazu Zahler: ­ «Wir konnten uns auf dem ­ holperigen Terrain nicht wunschgemäss ­in Szene setzen. Dass wir die ­Tabelle trotzdem punktgleich mit dem positiv überraschenden Aufsteiger Hünenberg anführen, stimmt uns zuversichtlich für den weiteren Saisonverlauf.»

Marco Zahler erzählt, dass er als kleiner Knirps vom brasilianischen Stürmerstar Ronaldo geschwärmt habe. Später habe ihm Philippe Senderos wegen seines starken Willens und ­seiner Kampf- und Kopfball­stärke imponiert. Es sind genau die Eigenschaften, die auch den umgänglichen Baarer Abwehrchef auszeichnen, der sich im Kreis guter Kollegen wohl fühlt. Fast schon philosophisch sagt er: «Freundschaften bereichern das Leben.»

Zahler weiss auch, dass Reisen den Horizont erweitert. Mit seinem Jugendfreund Raphael Suter, der in der 1. Mannschaft des SC Goldau spielt, hat er mehrmals Ferien im Ausland gemacht. Zahler erzählt: «Wir waren unter anderem in Italien, in Kroatien und auf Gran Canaria.» Ganz besonders gefallen hätten ihnen die in Schweden verbrachten Ferien. «In einem Wohnmobil fuhren wir von Stockholm bis nach Malmö. Wir genossen die fantastischen Landschaften, die unverfälschte Natur und die sagenhafte Ruhe.» Und beim Besuch des Vasa-Museums in Stockholm hätte sie die interessante und faszinierende Geschichte beeindruckt.

Wandern ist des Zahlers Lust

«Tief beeindruckt war ich, als ich zusammen mit meiner Freundin während der Ferien auf Kreta die vorgelagerte Insel Spinalonga besuchte, auf der früher an Lepra erkrankte Menschen ihr Leben verbrachten. Die Reiseleiterin schilderte eindrücklich, wie diese Menschen trotz ihrer schrecklichen ­Krankheit ein geregeltes Leben fristeten.» Zu Hause angekommen, habe er sofort in der ­Bibliothek das Buch «Die Insel der Vergessenen» geholt und es mit grossem Interesse gelesen.

Ebenfalls mit seiner Freundin habe er den aus sieben Etappen bestehenden Waldstätterweg durchwandert. Wandern und sich dabei mit Land und Leuten und deren Kultur und Brauchtum zu befassen, fasziniere ihn, betont der vielseitig interessierte Marco Zahler. «Beruflich träume ich davon, nach dem Abschluss meines Bauingenieurstudiums ein Grossprojekt planen zu dürfen und zu erleben, wie das Werk voranschreitet.» In diesem Zusammenhang sei er begeistert vom reich erfüllten Lebenslauf des Alfred Escher, des Planers und Erbauers des Gotthardtunnels, schiebt Marco Zahler nach.

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