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Rund 1300 Aktionäre folgten der Einladung der WWZ

Die Wasserwerke Zug AG hielten ihre GV ab. Dolfi Müller, der ehemalige Zuger Stadtpräsident, würzte die Veranstaltung mit einem beeindruckenden Referat.
Martin Mühlebach
Generalversammlung WWZ: Die Aktionäre hören die Ausführungen des Verwaltungsrat der Wasserwerke Zug in der Bossard Arena. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 02. Mai 2019)

Generalversammlung WWZ: Die Aktionäre hören die Ausführungen des Verwaltungsrat der Wasserwerke Zug in der Bossard Arena. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 02. Mai 2019)

1381 Aktionärinnen und Aktionäre und namhafte Gäste aus der Wirtschaft und der Politik fanden sich am Donnerstag zur 127. GV der Wasserwerke Zug AG (WWZ) in der Bossard Arena ein. Verwaltungsratspräsident Heinz M. Buhofer orientierte über den derzeitigen Stand der Energieversorgung. Er betonte, dass die WWZ bestrebt sei, zukunftsträchtige Angebote und Lösungen zu bieten, die es den Kundinnen und Kunden einfach machen, Schritte in eine nachhaltige Energienutzung zu tun. Dazu seien orientierungstiftende politische Rahmenbedingungen nötig. Das neue Energieleitbild des Kantons Zug bilde in dieser Hinsicht eine vielversprechende Grundlage. Im Anschluss an diese Ausführungen präsentierte Heinz M. Buhofer die Konzern- und Jahresrechnung 2018 mit einem Bilanzgewinn von rund 26,7 Millionen Franken.

Die bisherigen Verwaltungsratsmitglieder Peter Hausherr, der den Ennetsee vertritt, und Andreas Umbach von der Landis&Gyr wurden für eine weitere Amtsdauer von drei Jahren wiedergewählt. André Wicki hält als Vertreter der Stadt Zug anstelle des zurückgetretenen Dolfi Müller Einzug in den Verwaltungsrat, während Walter Lipp für den Rest der laufenden Amtsdauer bis 2021 das Verwaltungsratsmandat der Gemeinde Baar antritt. Sämtliche Wahlen, die elektronisch erfolgten, wurden mit rund 97 Prozent Wählerstimmen gutgeheissen.

Ein Blick über die Kantonsgrenze hinaus

Unter dem Motto «Was ich noch sagen wollte» bezeichnete Dolfi Müller in einem beeindruckenden Referat die Klimaerwärmung als Weltproblem, das auf globaler Ebene gelöst werden müsse. Er forderte übernationale Gesetze und sagte: «Umweltpolitik funktioniert nur, wenn das Verbraucher-Prinzip konsequent durchgesetzt wird.» Wer durch Luft- und Wasserverschmutzung Umweltkosten verursache, müsse diese voll und ganz selber tragen. Kein einziger Franken dürfe auf die Allgemeinheit abgeschoben werden. «Umweltpolitik muss weh tun, sonst ändern wir unser Verhalten nicht.» Er ziehe den Hut vor ökologischen Vorbildern, so Müller. Aber damit sei es nicht getan. Nur die Masse vermöge die Klimaerwärmung zu reduzieren. Doch wir Menschen seien voller Widersprüche. Dolfi Müller sagte augenzwinkernd: «Wir wollen Windenergie ohne surrende Propeller. Super Handys ohne Strahlung. Billige Eier von glücklichen Hühnern – und einen umweltneutralen Porsche Cayenne hätten wir auch noch gerne.»

Selbstkritisches Eingeständnis

Selbstkritisch gestand Müller: «Ich selber bin kein ökologisches Vorbild. Ich fliege noch in diesem Monat mit meiner Frau in den Mittleren Westen der USA und fahre dort mit dem Auto umher.» Selbstverständlich bezahle er die My-Climate-Kompensation. Diesen Ablasshandel stecke er locker weg für ein bisschen gutes Gewissen. Auf den Flug verzichte er nicht, solange dieser so günstig sei. Das sei der entscheidende Punkt. Wenn er das Doppelte zahlen müsste, würde er sich den Flug gut überlegen. Wenn es das Dreifache zahlen müsste, flöge er nicht. Abschliessend betonte Dolfi Müller: «Nur ein griffiges Gesetz verhilft intelligenten Umweltinnovationen, wie zum Beispiel dem CO2 neutralen Wärmeverbund Circulago der WWZ zum Durchbruch, wenn Heizöl und Gas viel teurer sind.» Das Duo Buhofer/Widmer an der Spitze der WWZ geniesse sein ganzes Vertrauen. Visionäre und der Sinn fürs Machbare kämen dank ihnen in einer ausgewogenen Mischung zusammen.

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